Alles zu seiner Zeit

Mondkalender

Die Schweizer Autorin Johanna Paungger-Poppe ist überzeugt, dass der Mond unser Handeln positiv oder negativ beeinflusst. | Foto: dpa

Mondkalender sollen verraten, wann man am besten das Unkraut jätet, die Wohnung putzt oder wann der beste Zeitpunkt für eine Operation ist. Johanna Paungger-Poppe richtet ihr Leben seit ihrer Kindheit nach dem Mond aus. Am 10. Oktober referiert die österreichische Autorin im Triangel in St.Vith.

Von Annick Meys

Heute wäre ein

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  1. Schade, dass das Grenz-Echo so einem esoterischen Quatsch eine Bühne bietet. Ich hatte ein besseres Niveau erwartet. Naja, wer „dran glaubt“ ist selbst schuld.

  2. Und nur weil Sie das als „Esoterischen Quatsch“ bezeichnen Herr Hezel, sollen sich andere Leser auch nicht dafür interessieren dürfen?

    1. Man kann sich auch für Einhörner, Füllhörner, Horoskope, Wunderheilmittel und Anti-Falten-Crème interessieren – das sollte aber nicht in einer Tageszeitung lang und breit diskutiert werden, sondern in einem Werbeprospekt oder einem Märchenbuch.
      Durch solche Artikel verwischt das eigentlich seriöse Grenz-Echo die Grenze zwischen Journalismus und Unterhaltung doch sehr stark, denn es verbreitet unbelegten Humbug anstatt recherchierte Fakten und Ereignisse, und untergräbt dadurch seine Glaubwürdigkeit.

  3. Wieso darf in einer seriösen Zeitung nur stehen, was Sie, Herr Hezel, interessiert. Ich arbeite in meinem Garten nach dem Mondkalender, und das klappt wunderbar. Ob Sie daran glauben oder nicht!

    1. In einer seriösen Zeitung darf alles stehen, was die Menschen interessiert, aber mit einem Mondkalender-Artikel diskreditiert sich das Grenz-Echo selbst.
      Ich denke, die Pflanzen in ihrem Garten schert es recht wenig, ob der Mond nun so oder so steht, solange sie den entsprechenden Nährboden, genug Tageslicht und Wasser bekommen. Wenn der Mondkalender so wunderbar wäre, wie man behauptet, dann würden sich auch alle Landwirte danach richten. Erstaunlicherweise ist das nicht der Fall. Denn Landwirte verlassen sich lieber darauf, wie die Welt tatsächlich funktioniert anstatt darauf, wie der Mond steht.

  4. „Eine Zahnfüllung hält zum Beispiel länger, wenn sie bei abnehmendem Mond gemacht wird.“
    Wo ist der wissenschaftliche Beweis?
    Ach so, es gibt keinen? „Und wissenschaftlich beweisen lasse es sich auch nicht. Letztlich, sagt sie, müsse man es einfach ausprobieren.“
    Wie will ich das mit der Haltbarkeit von Zahnfüllungen denn ausprobieren?

    „Das Haarewaschen am Karfreitag soll zudem grauem Haar vorbeugen.“
    Schade, dass ich dass nicht eher wusste, dann hätte ich heute noch meinen schönen dunkelblonden Haarschopf.

    Diese beiden Beispiele müssten eigentlich genügen, um die Unsinnigkeit von solchen Lebensregeln aufzuzeigen.

    Was da so verbreitet wird: http://astrowoche.wunderweib.de/mondkalender/heute

    „Bei Neumond bilden Sonne, Erde und Mond eine Linie. Der Mond ist dabei vollkommen von der Erde verdeckt, er erscheint schwarz.“
    Wer noch nicht mal den Unterschied von Neumond und Mondfinsternis kennt…

    Seriösere Informationen gibt es hier:
    http://www.br.de/themen/wissen/mond-vollmond-mythen100.html

    Wenn das GE eine seriöse Zeitung sein will, aber glaubt, Astrologen, Wahrsagern (so vor ein paar Jahren), Mondanbetern und ähnlichen Esoterikern breiten Raum geben zu müssen, dann sollte es auch auf der gegenüberliegenden Seite ein Gegenstück dazu liefern.

    „Am 10. Oktober referiert die österreichische Autorin im Triangel in St.Vith.“
    Der Artikel, ein PR-Text?

  5. Ich pflanze meinen Salat, wenn Blatttage sind, und das mit großem Erfolg. Ich habe auch festgestellt, dass er nicht so gut wächst, wenn ich ihn außerhalb dieser Tage pflanze. Landwirte achten meistens auch auf die günstigen Tage im Mondkalender, wenn sie Gülle ausfahren. Ich auf jeden Fall fand besagten Artikel interessant.

    1. Es stimmt, viele Landwirte schworen früher auf den Mondkalender („alt Liët“ on „nöj Liët“). Die heutigen haben dazu keine Zeit mehr, da muss der Traktor rollen, egal, wie der Mond am Himmel steht.

      Dass bei Neumond oder Vollmond – darüber streiten sich die Astronomen (-logen?) geschlagenes Holz widerstandsfähiger ist als das jeweils andere, hat mir auch schon mal jemand erzählt. Auch meine Mutter säte nur bei „aldem“ odder nöjem Liët“, genau weiß ich das nicht mehr.

      Der Mond hat durchaus einen Einfluss auf die Natur, siehe Ebbe und Flut der Meere, aber auch die Erdkruste hebt und senkt sich im selben Rhytmus, allerdings bedeutend weniger stark. Auch bei den Pflanzen will ich diesen Einfluss nicht rundheraus abstreiten. Schließlich hatten unsere Altvorderen da praktische Erfahrungen. Siehe die sprichwörtlichen Wetteregeln: „Regnet es am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag.“

      Der Rest ist aber hanebüchener Unsinn, wo Sie mir sicher nicht widersprechen werden, Herr Ramscheid. Oder haben Sie das mit den Zahnfüllungen und den grauen Haaren ausprobiert? Dazu schreiben Sie leider nichts, auch nicht zu einer anderen Aussage von Frau Paungger-Poppe:

      „„Ganz speziell eignet sich dafür der Vormittag des 18. Juni. Man muss natürlich die Wurzel erwischen, aber dann hat man ein ganzes Jahr lang Ruhe.“
      Ja, wenn man die Wurzel erwischt, kann man auch am Nachmittag des 18. oder am 19. Juni jäten.

      Hier noch ein „Mondkalender“: http://horoskop.t-online.de/mondkalender/2017/10/4#date4

      Für den morgigen 4. Oktober heißt es da:

      „Zunehmender Mond in Fische – Empfindsame Atmosphäre
      Der Fische-Mond stimmt Sie gefühlvoll und sensibel, weshalb es zwischenmenschlich ganz besonders tiefgründig zugeht. Widmen Sie Ihren Lieben viel Zeit!
      Auch gut: Blumen gießen.“

      Zwischenmenschlich ganz tiefgründig…

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