112 auf Abwegen

Notarztdienst

Sehr oft nutzt das Personal des Notarztdienstes die große Karte in der Garage. Hier zeigt Christiane Hoffmann ihrer Kollegin einen Ort.

4783 Lommersweiler oder 4784 Crombach: Wenn auf der Telefonrechnung oder auf der Kundenkarte in einem Geschäft die Postleitzahl der Altgemeinde auftaucht, wirkt dies vielleicht antiquiert, ist aber nicht weiter schlimm. Ganz anders stellt es sich aber dar, wenn der Notarzt ausrückt und nicht die korrekte Adresse hat. Und das kommt

Von Petra Förster

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  1. Auf den ersten Blick ist verständlich, wenn aus den beschriebenen Gründen empfohlen wird, keine Dialektbegriffe in Straßennamen zu verwenden und letztere also möglichst allgemeinverständlich zu formulieren. Doch wenn man das zu Ende denkt, dürften Straßennamen nur noch aus simplen und wenig aussagekräftigen Begriffen wie z.B. „Blumenweg“ oder „Tote-Hose-Straße“ bestehen…

    Eines der wichtigsten Kriterien für Straßennamen ist jedoch deren Verankerung in der lokalen Identität. Sie sind somit nicht nur für die Notdienste sehr wichtig, sondern sollen auch für die Menschen vor Ort identitätsstiftend sein – Frau Ministerin würde sagen, dass sie ein immaterielles Kulturerbe bewahren. Von daher sollten für Straßennamen vorzugsweise Begriffe verwendet werden, die vor Ort „historisch gewachsen“ sind. Alles andere sind Probleme auf Nebenschauplätzen: technische Unzulänglichkeiten, menschliches Unvermögen…
    Man schaue sich doch nur die Straßennamen in der Wallonie, in Flandern oder in Luxemburg an – sind die etwa so angelegt, dass Zugezogene bzw. Fremdsprachige sie verstehen oder verständlich aussprechen?!

    Eines kann jedoch nicht oft genug wiederholt werden: Hausnummern müssen nicht nur vorhanden, sondern auch viel besser sichtbar sein (auch nachts), als dies derzeit der Fall ist! Und das müsste viel offensiver kontrolliert werden. Aber offenbar bevorzugen zuständige Verantwortliche hier ein Laisserfaire, um potenzielle Wähler nicht zu vergraulen. Oder?

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