Wohnungsbau: Umfang und Zeitplan stehen

Befugnis

Das gesamte Wohnungswesen (privat und öffentlich) soll von Namur nach Eupen übertragen werden. Illustration: Photo News

Anfang der Woche traf DG-Sozialminister Antonios Antoniadis (SP) die wallonische Wohnungsbauministerin Valérie De Bue (MR). Bei diesem Treffen in Jambes hätten beide Seiten den Umfang und den gemeinsamen Fahrplan der Übertragung des Wohnungsbaus bestätigt, hieß es in einer Mitteilung aus dem Kabinett von Antoniadis.

Demnach soll das gesamte Wohnungswesen (privat und öffentlich) von Namur nach Eupen übertragen werden. „Darunter fällt auch der in direkter oder indirekter Verbindung mit dem Wohnungswesen stehende Bereich der Kompetenz Energie.“ Im Sommer 2018 soll das Übertragungsdekret in erster Lesung bei einer gemeinsamen Regierungssitzung zwischen der DG und der Wallonischen Region verabschiedet werden. Spätestens am 1. Januar 2020 soll die DG die Zuständigkeit des Wohnungsbaus eigenständig übernehmen.

„Viele Ostbelgier haben es schwer, günstigen und guten Wohnraum zu finden. Außerdem gibt es noch nicht genug Wohnprojekte für Menschen mit Unterstützungsbedarf. Wir möchten die Lebensbedingungen unserer Bürger verbessern. Das ist unser oberstes Gebot. Wenn die Deutschsprachige Gemeinschaft für den Wohnungsbau zuständig ist, eröffnen sich uns in diesem Bereich ganz neue Perspektiven. Mehr Autonomie im Wohnungswesen führt so auch zu einem Mehrwert für Ostbelgien“, sagte Minister Antoniadis. (red/sc)

Kommentare sind geschlossen.