Wallonie möchte auf Deutsch kommunizieren

Sprachgebrauch

Ministerpräsident Willy Borsus | Foto: Photo News

Die Wallonie möchte stärker in deutscher Sprache kommunizieren. Das hat der wallonische Ministerpräsident Willy Borsus (MR) gegenüber der Regionalabgeordneten Jenny Baltus-Möres (PFF-MR) erklärt.

Diese begrüßte das Regierungsvorhaben, für mehr Transparenz in der Zuschusspolitik zu sorgen. Die Ministermannschaft hatte beschlossen, dass Infos „klar, schnell und leicht zugänglich für jeden sein müssen, ohne dass schwere bürokratische Hürden genommen werden müssten“. Alle relevanten Infos müssten auch auf Deutsch zur Verfügung stehen, schlussfolgerte Baltus-Möres. Borsus kündigte auch an, dass Pressemitteilungen künftig systematisch in deutscher Sprache erfolgten. „Gleichwohl wies er darauf hin, dass dies mitunter nicht ohne eine gewisse zeitliche Verzögerung möglich sei“, zitierte Baltus-Möres den Regierungschef und zeigte dafür Verständnis. Wohl aber müsste es relevante Informationen und Dokumente für Deutschsprachige auch in ihrer Muttersprache geben. In einer anderen Frage hatte sich Borsus auch zu Befugnisübertragungen geäußert. Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern beider Regierungen und Verwaltungen werde ihre Arbeit vor Ende November aufnehmen, hieß es. Diese soll u.a. einen konkreten Zeitplan ausarbeiten. (red/sc)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.