„Neues Kindergeld wird zum zweiten Mal erhöht“

Dekretentwurf

Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat das Kindergeld, das ab 2019 bezahlt wird, erhöht. Illustrationsbild: Photo News

Am 15. Februar hat die Regierung der DG den Entwurf des Dekrets zur Übernahme der Familienleistungen in letzter Lesung verabschiedet und darin die Beträge für das Kindergeld, das ab 2019 gezahlt wird, erhöht. Das teilte Familienminister Antonios Antoniadis (SP) in einem Kommuniqué mit.

Mit Blick auf die kommende Indexanpassung im Herbst sieht die Regierung für jedes Kind einen Basisbetrag von nunmehr 157 Euro vor. Außerdem gibt es für kinderreiche Familien einen Zuschlag von 135 Euro für das dritte und jedes weitere Kind. Der Sozialzuschlag wird auf 75Euro pro Monat erhöht. Von der Reform würden sowohl kinderreiche als auch Ein-Kind-Familien profitieren, hieß es. Für über 70 Prozent der Familien in Ostbelgien sehe der Vorschlag ein höheres Kindergeld vor, ohne dass die restlichen 30 Prozent Kindergeld verlieren.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist laut Familienminister Antoniadis der einzige Teilstaat, der die Beträge für das Kindergeld vor dem Inkrafttreten des Dekrets in 2019 indexiert.

Um dies zu gewährleisten sieht die Regierung Mehrausgaben vor.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist laut Familienminister Antoniadis der einzige Teilstaat, der die Beträge für das Kindergeld vor dem Inkrafttreten des Dekrets in 2019 indexiert.

So wurde beispielsweise der Basisbetrag von 151 Euro nach zwei Indexanpassungen auf inzwischen 157 Euro pro Monat erhöht. Die neue Gesetzgebung sieht eine starke Vereinfachung des Systems vor, die für mehr Gerechtigkeit sorgen soll. So sollen künftig alle Kinder, unabhängig vom Rang, denselben Betrag erhalten.

Der Dekretentwurf wird seit Mittwoch im zuständigen Parlamentsausschuss beraten. Das neue Dekret soll am 1. Januar 2019 in Kraft treten. (red)

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