Infrastrukturkarussell: „Ende gut, alles gut“

Justiz

Blick auf den hinteren Teil des Gebäudes, das bis 2013 das DG-Parlament beherbergte und künftig teilweise zum Staatsarchiv werden könnte. | Foto: Ralf Schaus

Nachdem der Staatsrat einen Einspruch von Anwohnern abgewiesen hat, kann das Staatsarchiv seine Anbaupläne am Eupener Kaperberg verwirklichen. Der Anbau soll hinter dem ehemaligen Gebäude des DG-Parlamentes (Kaperberg Nr. 8) entstehen.

Den Beschluss des Staatsrates nimmt Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) zufrieden zur Kenntnis: „Auch wenn wir nicht Bauherr sind – Bauherr ist die föderale Gebäuderegie – freuen wir uns natürlich über diese Entscheidung“, meinte er am Montag in einer öffentlichen Ausschusssitzung nach einer Frage des ProDG-Parlamentariers Alfons Velz. Das Ganze habe aber viel zu lange gedauert, schließlich habe das Gericht drei Jahre gebraucht, um diese Akte zu bearbeiten. „Dennoch ist man heute geneigt zu sagen: Ende gut, alles gut. Jetzt kann das Infrastrukturkarussell nämlich endlich zu Ende gedreht werden.“ Davon profitierten viele Menschen und Einrichtungen in der DG: das Parlament, das ja mittlerweile zum Kehrweg umgezogen ist, die Pater-Damian-Schule, die dank des Parlamentsumzugs am Kaperberg ihre dringend benötigte moderne Aula bauen und eine moderne Schulmediothek einrichten konnte, das Staatsarchiv, das jetzt die dringend benötigten Erweiterungskapazitäten erhalten werde und schließlich die Familienzulagenkasse, die gemeinsam mit dem „Fachbereich Familie und Soziales“ im ehemaligen Fraktionshaus am Kaperberg untergebracht werden soll. „Derzeit wird der Verkauf des alten Parlamentgebäudes an die Gebäuderegie vorbereitet, womit übrigens eine Einnahme für die DG verbunden ist“, meinte Oliver Paasch. (sc)

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