Muttersprache in der Schule: De Wever „dachte zuerst, es sei ein Witz“

Bildungswesen

Bart De Wever zeigte sich "not amused" über die neue Richtline im Bildungswesen. | Foto: belga

Ab sofort sollen Schüler ihre Muttersprache auch auf dem Spielplatz und sogar im Klassenzimmer in Flandern anwenden dürfen. Dies wird in einem neuen Leitfaden für die Gemeinschaftsbildung (GO!) dargelegt, der die Arbeit noch in diesem Schuljahr aufnehmen soll. Der N-VA-Vorsitzende Bart De Wever ist alles andere als begeistert von

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?

REGISTRIERUNG für neue Nutzer

Neu hier? Testen Sie 14 Tage lang unser Angebot kostenlos und unverbindlich, indem Sie sich registrieren
Registrieren
  1. Wäre ‚Vlaamingen in eigen streek‘-Bart auch so aufgebracht, wenn die Muttersprache der Schüler Deutsch oder germanischen Ursprungs wäre? Das grandioseste Verkaufsargument von Bartje für den regionalen flämischen Dialekt: „für den Arbeitsmarkt vorbereiten“ – sollten die Schüler dann nicht eher Englisch oder Chinesisch auf dem Schulhof sprechen…?

  2. Ich denke dass die NVA nicht so unrecht hat. Wenn ein Professor (Piet van Avermat) diese Massnahme verteidigt und dabei als Beispiel anführt dass Schüler im 5. (fünften) Schuljahr sich bei Matheaufgaben dann in der Klasse auf türkisch unterhalten können und dies die Bildung und sogar das Erlernen des Niederländisch fördert, so stellt sich nicht nur die Frage nach dem Aprilscherz, sondern auch die nach dem Geisteszustand des Professors.
    Ein Lehrer soll also zulassen dass nach 5 Schuljahren und vielleicht 3 Kindergartenjahren sich in seiner Klasse Gruppen bilden die sich in einer Sprache unterhalten die er noch nicht mal versteht?
    Das fördert dann die Integration und die Bildung sowie die Sprachkenntnisse (der Nationalsprachen) der Kinder?
    Bei solchen Gedanken versteht man warum es z.B. in Brüssel so viele gibt die keine Sprache so ausreichend sprechen das sie eine Arbeit finden.

    1. Eigentlich stimmen sie der NVA ja meist zu. Aber in diesem Punkt haben sie recht.
      Zum Thema Sprachbeherrschung:
      „…die keine Sprache so ausreichend sprechen das sie ein Arbeit finden.“
      Wo sind die Fehler ?

  3. Oh ja,dieses Problem kennen wir im Großherzogtum zur Genüge.
    Die Grenzgänger welche hier arbeiten können fast alle kein Luxemburgisch,so werden wir an den Kassen der Supermärkte aufgefordert französisch zu sprechen,aber Hallo,ich bin doch in meiner Heimat.
    Wenn ich ins Ausland gehe,wenn auch nur in Ferien,bemühe ich mich stets die Landessprache zu sprechen.
    Also liebe Grenzgänger gebt euch doch etwas Mühe,denn ihr seid sehr oft nicht gerade höflich mit uns wenn wir nicht direkt in eurer Sprache mit euch reden.Ein wunderschönes Wochenende wünsche ich euch allen.

    1. Und sie sind wirklich der Meinung, die Grenzgänger müssten Luxemburgisch beherrschen?
      Die Amtssprachen in Luxemburg sind Deutsch und Französisch. Erst seit 1984 wurde Luxemburgisch, das weniger eine Sprache als ein Dialekt ist, als Nationalsprache erhoben und gilt als 3. Amtssprache. Luxemburgisch mag für die Identität der Luxemburger von Bedeutung sein, wenn jemand sich jedoch in den beiden anderen Amtssprachen verständigen kann, sollte dies doch wohl reichen, oder?

  4. Ist Luxemburgisch eine Sprache? Sie können doch nicht ernsthaft verlangen, dass ein Frankophoner „Luxemburgisch“ spricht. Seid froh, dass die Ausländer bei euch arbeiten, denn sonst ginge es euch verdammt schlecht!

    1. Na ja,andersrum kann man vielleicht sagen,seid froh dass ihr bei uns arbeiten dürft.Hier habt ihr ja wenigstens mehr Geld ,in eurem Land ist der Lohn ja nicht gerade berauschend.Wir wären bestimmt nicht verloren wenn wir die ganzen Grengänger nicht hätten.
      Weniger Stau auf unseren Strassen und das wäre auch schon alles.

  5. „…so werden wir an den Kassen der Supermärkte aufgefordert französisch zu sprechen,aber Hallo,ich bin doch in meiner Heimat.“

    Nein sowas! Aber was lesen wir denn auf dem „offiziellen Webportal des Großherzogtums Luxemburg“?

    „Luxemburg gehört zu den seltenen Ländern, deren Bevölkerung den mündlichen und schriftlichen Gebrauch mehrerer Sprachen beherrscht, und das auf dem gesamten Territorium und in den verschiedensten Lebensbereichen wie Privates, Beruf, soziale Kontakte, Kultur und Politik.
    Die Sprachsituation in Luxemburg ist durch den Gebrauch und die gesetzliche Anerkennung der drei Sprachen gekennzeichnet. Luxemburgisch, Deutsch und Französisch.
    Die Wichtigkeit dieser sprachlichen Vielfalt macht einen großen Teil der luxemburgischen Identität aus.“
    ( http://www.luxembourg.public.lu/de/le-grand-duche-se-presente/langues/index.html )

    Dass nun nicht alle „Gastarbeiter“ perfekt dreisprachig sind, ist klar. Aber dann könnten die Luxemburger sich ja selbst an die Kassen ihrer Supermärkte setzen, was sie aus begreiflichen Gründen aber anscheinend nicht wollen.

    Ob man sich in der Stadt Luxemburg wohl auch darüber aufregt, dass die vielen englischsprachigen Bankmanager gar keine der drei Landessprachen beherrschen?

  6. Manche Leute (u.a. Juncker und Asselborn) benehmen sich so, als wären sie der Nabel der Welt. Kommt es denn im Leben nur auf das Geld an. Ich habe nie in Luxemburg gearbeitet, und ich kann sagen, dass es mir sehr gut geht. Wie kann man sich nur mit tollen Löhnen und noch tolleren Pensionen brüsten! Zählt das wirklich im Leben? Und wer war den großen Konzernen so hilfreich, ihre kolossalen Gewinne in Luxemburg zu äußerst großzügigen Bedingungen zu versteuern? Wer war denn damals Premier im Schlaraffenland?
    Wetten, dass die Wirtschaft in Luxemburg ohne die Ausländer, die übrigens in vielen Fällen die schmutzigen Arbeiten verrichten, zusammenbrechen würde!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.