Magnette: „Kein Sieg, sondern ein unglückliches Scheitern“

Ceta

Paul Magnette stand in dieser Woche im Fokus. | Foto: belga

Der wallonische Ministerpräsident Paul Magnette (PS) verspürt nach dem vorläufigen Aus des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Kanada (Ceta) keine Schadenfreude.

„Das ist kein Sieg. Das ist ein unglückliches Scheitern“, erklärte Magnette in einem Interview mit der Brüsseler Tageszeitung „Le Soir“. „Von Sieg hätte ich dann geredet, wenn wir zu einem ausgewogenen Abkommen gelangt wären, selbst wenn dies harte Verhandlungen und Zugeständnisse verlangt hätte. Aber so hat nun die Demokratie gesiegt“, erklärte Magnette weiter. Auf der Zielgeraden sei den Verhandlungsparteien ein wenig die Zeit ausgegangen. Ein bisschen mehr Vorlauf hätte gut getan, so der wallonische Regierungschef. Paradoxerweise seien die Diskussionen vor allem unter den Europäern und weniger mit Kanada schwierig gewesen. „Mit Kanada war es recht simpel, wir sind ihnen sehr nahe und haben in den letzten Tagen Verhandlungsfortschritte erzielt.“ (belga/boc)

Alle unsere Beiträge zum Streit um das Freihandelsabkommen Ceta haben wir in einem Online-Dossier zusammengepackt. Sie finden es hier.

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