Jenny Baltus-Möres fordert „Deutsch statt Arabisch“

Sprachen

Jenny Baltus-Möres findet deutliche Worte. | Foto: PFF

Die Regionalabgeordnete Jenny Baltus-Möres (PFF) hat am Mittwoch auf den Vorstoß von André Flahaut (PS) reagiert.

Der frankofone Minister möchte das Erlernen der arabischen Sprache in den Schulen der Föderation Wallonie-Brüssel „fördern“. Es sei „eine Frage des Respekts“ und es würde das „Zusammenleben“ stärken, äußerte sich der Sozialist aus Walhain im sozialen Netzwerk Twitter.

Flahauts öffentliche Aussage rief viele Kritiker auf den Plan. Jenny Baltus-Möres nahm die Polemik zum Anlass, „Deutsch anstelle von Arabisch“ zu fordern. „Wir müssen uns zunächst auf die drei Landessprachen konzentrieren, zu denen Deutsch gehört, statt Arabisch als Fremdsprache vorzuschlagen.

Jenny Baltus-Möres stellt fest, dass lediglich 1,3 Prozent der frankofonen Schüler sich im ersten Sekundarschuljahr für Deutsch als erste Fremdsprache entscheiden.

Dabei sei Deutsch die meist gesprochene Muttersprache in der Europäischen Union. Die deutsche Sprache würde viele Türen öffnen. Sei es nur der große Arbeitsmarkt in unserem direkten Nachbarland. (ab)

  1. Typisch Wallonen. Sind zu dumm und zu faul eine zweite Sprache zu erlernen aber wollen eine Sprache einführen die nicht in unsere Kultur gehört. Reden von Respekt??? Die welche in unsere Länder gekommen sind haben sich uns anzupassen und nicht wir!!!!!

    1. Oh, Wallonen dumm und faul zu nennen und dann von Respekt reden?
      Natürlich ist es traurig, dass in Schulen der Französischen Gemeinschaft nicht überall die zwei anderen Landessprachen angeboten werden, aber was spricht dagegen, wenn die Nachfrage gross genug ist, Arabisch anzubieten? Warum Spanisch als vierte Sprache? Ich lebe in Brüssel und habe im Alltag mehr Kontakt mit Arabischsprachige als mit Spanischsprachige, ich hatte aber nur Spanischunterricht im RSI damals (und bin froh, mich mit den spanischen Kollegen in ihrer Sprache unterhalten zu können). Mein Sohn kommt jetzt in die Sekundarschule und ich hätte absolut nichts dagegen, wenn es ihm interresiert, dass er Arabisch lernt kann. Selbst wenn er es später nie brauchen wird, schaden tut’s keinem eine neue Fremdsprache zu erlernen. Und natürlich bracht ein Politiker ab und zu Schlagzeilen um nicht in Vergessenheit zu geraten, und Schulen haben bestimmt erstmal andere Probleme zu lösen, aber ich finde diese Aufregung wegen Arabisch ist doch wirlich unnötig.

    2. Ich möchte klarstellen, dass ich (Willy Hoffmann aus Schönberg) nichts mit dem oben verfassten Kommentar zu tun habe und mich davon distanziere.

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