Immer weniger Belgier machen ihren Führerschein

Mobilität

Immer mehr Menschen - gerade jüngerer Generation - haben kein Interesse am Führerschein.

Im vergangenen Jahr hat das Föderale Verkehrsministerium 111.991 Führerscheine ausgestellt – das sind 18 Prozent weniger als acht Jahre zuvor. Vor allem bei jungen Menschen nimmt die Zahl der Führerschein-Absolventen ab. „Ein Führerschein und ein Auto kosten viel Geld. Junge Menschen geben dieses Geld lieber für ein Smartphone oder eine Reise aus“, sagt Werner De Dobbeleer von der Flämischen Stiftung für Verkehrswissenschaften.

 Seit 2010 ist die Zahl derer, die den Führerschein machen, rückläufig. Mit Ausnahme von 2016 – kurz vor Inkrafttreten der strikteren Regeln zum Erwerb des Führerscheins im Jahr 2017. „Es ist möglich, dass viele Menschen in letzter Minute versucht haben, einen Führerschein im alten System zu erwerben“, vermutet Werner De Dobbeleer von der Flämischen Stiftung für Verkehrswissenschaften.

Der Abwärtstrend ist laut De Dobbeleer nicht überraschend: „Es ist ein Trend, den wir international beobachten. Auf der einen Seite gibt es mehr elektronische Möglichkeiten, miteinander zu kommunizieren, sodass man sich nicht immer bewegen muss. Andererseits leben immer mehr Menschen in städtischen Gebieten, in denen es öffentliche Verkehrsmittel gibt.“

Vor allem junge Menschen machen immer seltener einen Führerschein. Zum einen ist ein Führerschein teuer, zum anderen sind die Anforderungen der Führerscheinprüfung hoch. „Das Auto war früher ein echtes Statussymbol“, sagt De Dobbeleer. „Heutzutage ist das nicht mehr der Fall. Junge Menschen geben ihr Geld lieber für ein Smartphone oder eine teure Reise aus.“ (vrt)

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