Der Gipfel der Schande: A… gerettet, Seele verkauft

Kommentar

Menschen auf der Flucht, Menschen hinter Stacheldraht. Hier Rohingya, die man nicht will in Myanmar. In Europa will man keine Afrikaner. | Foto: afp

Ich schäme mich, was sage ich, ich bin wütend, richtig wütend. Er war als Schicksalsgipfel angekündigt worden. Er wird als Gipfel der Schande in die Geschichte eingehen: Europa hat seine Seele verkauft. Ein Kommentar.

Von Oswald Schröder

Die Fakten: Die Migration ist in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge gesunken: Eigentlich ist sie gar kein Thema mehr. Nur Rechte und Populisten brauchen sie, um ihre Klientel zu bedienen. Einer davon kommt aus München, heißt Seehofer. Seine Lieblingsbeschäftigung: Die Kanzlerin aus Berlin vor sich hertreiben. Die hat ihr Problem nach Brüssel exportiert, und sich selbst dem Treiben hingegeben. Fazit des Gipfels: Angies vier Buchstaben gerettet, Europas Seele verkauft.

Wer oder was die EU-Granden in der Nacht von Freitag auf Samstag geritten hat? Es kann nur Mephisto gewesen sein, Goethe lässt grüßen.

Ade Willkommenskultur, welcome Abschottung. Die Migration soll eingedämmt werden: von Nordafrika nach Europa, innerhalb Europas, selbst innerhalb der einzelnen Staaten. Dafür sollen Sammellager entstehen, innerhalb und außerhalb Europas. Kontrollierte Zentren, nennt man sie im Fachjargon, abgekürzt: KZ.

Natürlich werden dabei Erinnerungen wach. Ach, wären sie nur abwegig. Sind sie aber nicht! Was Europa hier tut, ist nicht weniger, dem rechten Drängen nachgeben und seine Seele verkaufen: Schengen gerettet, Seele verkauft.

Europa ist in dieser Schicksalsnacht ein ganzes Stück nach rechts gerückt. Kein Wunder, dass die Populisten von Budapest über Berlin bis Rom von einem richtigen Schritt sprechen.

Falsch! Es war nicht ein richtiger Schritt, es waren tausend falsche: die man in den vergangenen Jahren gemacht hat. Flucht löst man nicht durch Abschottung, nicht durch Stacheldraht, nicht durch Mauern! Statt Afrika wirklich eine Perspektive zu geben, hat man es im besten Kolonialstil weiter ausgebeutet. Statt seine Finger von halbwegs funktionierenden Staaten – die eh eine Folge unseres Kolonialismus sind – zu lassen, musste man sie mit Waffengewalt zur Demokratie bekehren: Man hat sie ins Chaos gestürzt. Statt etwas gegen den Klimawandel zu tun, der unserem ungezügelten Konsum geschuldet ist, und den Menschen in Afrika eine Chance auf Selbstgestaltung zu bieten, haben wir sie mit subventioniertem Billigfraß überschüttet.

Dieser Gipfel hätte ein historischer werden können. Es ist ein Gipfel der Schande geworden: Statt einige Hundert Milliarden in die Hand zu nehmen und den erforderlichen Entwicklungsplan für Afrika auf die Schiene zu bringen, gibt man dem Diktator Erdogan drei weitere Milliarden, für Afrika bleiben läppische 500 Millionen über. Statt eine europäische Lösung für die Migration zu erarbeiten und das Dublinabkommen zu reformieren, schließt Merkel bilaterale Abkommen zur Rücknahme von Flüchtlingen. Statt Maßnahmen zu einer echten Beschleunigung der Asylerfahren zu ergreifen, schafft man KZ. Die keiner will und die genauso wenig bringen werden, wie alle anderen Wischiwaschibeschlüsse dieses Gipfels.

Statt den Aufbruch zu wagen, versinkt die EU weiter in moralischen Sümpfen. Statt Zukunft zu gestalten, verrennt sich Europa weiter in den Fehlern der Vergangenheit. Wo ist Macron, wo seine kühnen Visionen? Wo der Anspruch auf eine Führungsrolle Europas in der Welt? Wir brauchen gar keinen Trump, um die westlichen Werte zu begraben. Das können wir selbst: wie soeben beweisen.

Ich sehe schwarz für diese EU. Sie braucht echte Führer. Keine, die KZ bauen. Solche, die unseren Kindern eine Perspektive bieten. In einer gerechteren Welt: ohne Flüchtlinge. Das mag utopisch klingen. Aber immerhin besser als die apokalyptische Vorstellung von Brüssel.

  1. Sehr geehrter Herr Schröder !
    Auffangzentren für (illegale) Migranten mit KZ’s aus unseligen Zeiten zu vergleichen geht gar nicht. Die Ermordung von Millionen von Menschen wird damit von Ihnen dermassen verharmlost dass Sie sich in Grund und Boden schämen sollten.
    Weil dann gilt ja auch umgekehrt : die KZ’s waren nicht schlimmer als die Auffanglager für Migranten heute. Solche Parolen könnten die eines Gauland’s oder Höcke sein, sind aber für den Chefredakteur des GE unverzeihlich.

    1. Sehr geehrter Herr Schumacher, wenn Sie meinen Hinweis auf den Begriff KZ so verstanden haben, dann tut das mir leid. Mir ging es darum, auf die ersten KZ hinzuweisen, die keine Vernichtungslager waren und von vielen Deutschen seinerzeit begrüßt wurden. Es gilt also auch heute, den Anfängen zu wehren. Bekanntlich wurden die KZ später zu Vernichtungslagern. Es darf nicht sein, dass wir die Probleme von heute verharmlosen – aus Rücksicht vor den schlimmsten Verbrechen der Vergangenheit. Ich überspitze daher und mache darauf aufmerksam, dass wir in eine gefährliche Richtung abdriften, ohne uns dessen bewusst zu sein.
      Oswald Schröder

    1. Ich, keine! Sie?
      Es gilt Flucht zu verhindern. Und das würde ein komplettes Umdenken unserer Politik der letzten Jahrzehnte erfordern. Dafür schreibe ich und leiste so meinen Beitrag. Außerdem unterstütze ich u.a. UNICEF, Save the Children, Médecins sans frontières u.a.

  2. Die Migrations-, Asyl- und Flüchtlingsfrage (3 unterschiedliche Aspekte eines Problems) bedarf ohne Zweifel einer gesellschaftlichen Diskussion.
    Oswald Schröder liefert dazu regelmäßig Beiträge und Meinungen. Gut so.
    Und es ist legitim, seinem Unverständnis angesichts des Trauerspiels auf der politischen Bühne, Luft zu verschaffen. Guter Journalismus ist auch … engagierter Journalismus.
    Dabei muss man nicht mit allem einverstanden sein.
    Die Frage, ob und welche Art „Entwicklungshilfe“ dazu beitragen kann, Fluchtursachen nachhaltig zu bekämpfen bedarf sicher einer Prüfung, die sich auch auf gemachte Erfahrungen stützt. Auch unliebsame Antworten können die Diskussion weiter bringen.
    Eine größtenteils anonyme „Diskussion“ in einem einschlägigen Onlineforum, bei der dieser Kommentar von O. Schröder nur als gezielte Vorlage instrumentalisiert wird, um frustrierten, feigen Heckenschützen eine Plattform zu bieten und kommerziellen Erfolg einzuheimsen, trägt allerdings zu dem hier beschriebenen Werteverfall bei.
    Die größte Gefahr für Europa kommt nicht aus Afrika. Sie entsteht in erster Linie in unseren Köpfen.

  3. Herr Schröder, ich finde, Sie haben es nicht nötig, sich einem Herrn Wawrowski gegenüber verteidigen zu müssen, dessen Frage einfach nur perfide ist. Sie passt in das Denkschema einiger Leute, die in den ostbelgischen Medien zunehmend anzutreffen sind und die nur darauf aus sind, das Klima zu vergiften.

    Es ist zutiefst bestürzend, wenn in einem anderen Diskussionsforum zu Ihrem Beitrag jemand ganz offen und ungeniert die Überlegung anstellt, dass man „natürlich“ zum Nazi werde, wenn man in der Warteschlange im Krankenhaus „hinter“ Menschen anstehen müsse, die „erkennbar“ noch nie einen Euro in die Sozialkassen eingezahlt hätten und das auch wohl nie tun würden.

    Allerdings finde ich den Ausdruck „Konzentrationslager“ unpassend, da er dazu verleitet, vor allem an die Todeslager der SS zu denken, wobei dann jeder entrüstet behaupten kann, so sei das selbstverständlich nicht gemeint.

    Eher kann man von „Internierungslagern“ sprechen, ein Begriff, der eine vielfältige, sehr überraschende Vorgeschichte hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Internierungslager

    Nahezu jedes Land hat da Dreck am Stecken, auch die Schweiz, die doch eher mit Rotem Kreuz und tätiger Hilfsbereitschaft assoziiert wid. Dort wurde damals übrigens auch schon eine Diskussion über eine „Flüchtlingsschwemme“ geführt und die Grenzen für europäische Juden geschlossen:
    https://www.nzz.ch/schweiz/schweiz-im-zweiten-weltkrieg-fuer-die-eigenen-leute-nicht-genug-raum-ld.1310200

    Die CSU nennt solche Lager gerne beschönigend „Ankerzentren“. Der Anker, ein christliches Symbol für Sicherheit, Treue und Hoffnung. Sehr passend! Neusprech à la George Orwell.

    Kreuze in den Amtstuben aufzuhängen ist natürlich einfacher, zumal es zu nichts verpflichtet.

  4. Probleme schaffen, dann die passende Lösung anbieten und sie auch ausführen ,das ist die Domäne heutiger links gerichteter Politik. Nein, ich habe keine Familie aus Afrika aufgenommen und ich werde auch keine aufnehmen. Die Menschen sollen dort in Ruhe gelassen werden , dann finden sie selbst ihren Konsensus und den Weg zum friedlichem Leben. Immerhin haben sie das bis zum XV-XVI Jahrhundert ohne die Europäer auch irgendwie geschafft.

    1. „Die Menschen sollten dort in Ruhe gelassen werden“ ist die geschönte Fassung von „Sollen sie bleiben wo sie sind“. Sie brauchen sich nicht zu verstecken.

    2. …oder sie machen sich auf den Weg nach Europa, ertrinken im Mittelmeer oder landen in Ankerzentren …

  5. Aus jeder Äußerung, die nicht dem linken Gedankengut entspricht, eine nationalistische Hetze herzuleiten dient auch nicht dem normalen Gedankenaustausch, Herr Hezel.

    1. Weder von Links, noch von Nationalismus, noch von Normalität ist die Rede, sondern von Zynismus: Die Menschen dort „in Ruhe“ lassen… in Krieg, Hungersnot, Armut und Unterdrückung, hauptsache weit weg von hier, und vor allem nicht vor meiner kleinen gepflegten engstirnigen Haustür. Das, Herr Wawrowski, ist nichts anderes als „sollen sie bleiben wo sie sind“. Da hilft auch kein Ablenkungsmanöver auf vermeintlich „linkes Gedankengut“.

      Es geht auch nicht darum, das Elend der Welt in seinem Wohnzimmer aufzunehmen, wie immer wieder suggeriert wird, sondern darum, auf menschliche Weise mit einer vergleichsweise winzigen Anzahl (2017: 2,4 Migranten aus Drittländern (Quelle: Eurostat) auf 512 Millionen EU-Bürger = 0,47 %) von Menschen umzugehen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben nach hier kommen. Und das alles vor dem Hintergrund, dass es bedeutend ernstere Herausforderungen und Sorgen als Migration für die EU und die Menschen gibt.

    2. Und noch etwas: Die Geschichte hat gezeigt, dass kein „Ankerzentrum“, kein „Sammellager“, keine „Kontrollierten Zentren“, keine Mauer und kein NATO-Stacheldraht die Menschen je davon abgehalten haben, in ihrem Bestreben nach Freiheit, Wohl und Wohlstand, anderswo hinzugehen.

      Gerade in Europa sollte uns diese Geschichte, vor allem die der DDR eine Lehre sein. Dort haben sogar Selbstschussanlagen die Menschen nicht in ihrem Bestreben nach einem besseren Leben aufgehalten:

      Ob sie es wollen oder nicht, die Menschen werden kommen, solange die Fluchtursachen (an denen wir zum Teil selbst Schuld sind) nicht behoben sind.

  6. Herr Schleck, anscheinend verstehen Sie überhaupt nicht was mit dem Problem „Flüchtlingskrise“ vor sich geht. Sie und ihresgleichen sehen nur die Propagandabilder in den Medien, kämpfen für die armen Menschen und pochen darauf sie alle in Europa aufzunehmen. Fangen Sie doch an! Nehmen Sie sie bei sich auf, zeigen Sie allen an Ihrem Beispiel, dass Ihre Aufnahme Sie bereichert und ihnen geholfen hat. Es sind grob geschätzt 1 Milliarde und wir stehen nur am Anfang der neuen Völkerwanderung mit dem Norden des Kontinents. Dann kommt die Sahel-Zone und danach gleich Zimbabwe gefolgt in wenigen Jahren von Südafrika wo gerade die Jagt auf die Weißen begonnen hatte.

  7. Ein neues Wort taucht auf „Transitzentren“ sollen an den Grenzen eingerichtet werden.

    Ungarn hat es vorgemacht: „Im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise in Europa 2015 hat Ungarn Transitzonen nicht nur an Flughäfen angelegt, sondern sie in Form von umzäunten und abgeschlossenen Flüchtlingslagern per Gesetz vom 24. September 2015 neu definiert und in Gebieten an den Landesgrenzen errichtet.“ (Wiki.: „Transitzone“)

    Als Transit bezeichnet man gemeinhin den durch ein Gebiet oder ein Land hindurchfliessenden Verkehr. Typisches Beispiel: der Transitverkehr von und nach Berlin.

    Gemeint ist aber das Gegenteil: Auffangen und Rückführen der ankommenden Personen. Auch wieder typischer Neusprech à la George Orwell.

    Nun sollen also „Transitzentren“, ehrlicher: „Auffanglager“ die Flüchtlinge, die schon in einem anderen Land registriert sind, einfangen und an der deutsch-österreichischen Grenze zurückweisen, allerdings eben nur die, die bereits in einem anderen Land registriert wurden. Es soll sich um 18.000 Fälle im ersten Halbjahr handeln. Dafür das ganze Theater, das Seehofer initiiert hat? Und die anderen Flüchtlinge? Die sind davon nicht betroffen und kommen also weiterhin (*)?

    Was sagt Österreich dazu, mit dem es noch keine Vereinbarung diesbezüglich gibt? Wird Kanzler Kurz noch immer von einer „Achse der Willigen“ sprechen und Bayern die Zurückgewiesenen bereitwillig abnehmen und gegebenenfalls an Italien weiterreichen?

    Was sagt die SPD dazu, die man nicht konsultiert hat und wohl vor vollendete Tatsachen stellen möchte, Hauptsache, der Riss zwischen CDU und CSU ist notdürftig zugekleistert?

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/transitzentren-was-ist-das-ueberhaupt-a-1216312.html

    (*) Es soll sich, wie weiter oben behauptet, um „grob geschätzt“ eine Milliarde potenzieller Flüchtlinge handeln, ganz Afrika sitzt auf gepackten Koffern und wird uns in den kommenden Jahren „überfluten“. A propos „Völkerwanderung“, Herr Wawrowski, lesen Sie David Engels und sie wissen, wie die Geschichte weitergeht.

    1. „Afrika in Ruhe lassen“ d. h. den Menschen dort nicht die Kultur des Europäers aufzuzwingen. Begonnen hat das ganze mit der Kolonialisierung und Christianisierung/Islamisierung des Kontinents, dann die unsinnigen Grenzziehungen und heute wirtschaftliche Ausbeutung-das sind die Probleme die der jetzigen Krise zugrunde liegen und nicht der bayerische Minister oder die Staaten, die die Flüchtlinge nicht aufnehmen wollen Schauen Sie doch etwas über den Tellerrand und in die Geschichte. Für das ganze Schlamassel sind die Kolonialmächte und die heutigen Wirtschaftsaggressoren verantwortlich und sie sollen das Problem lösen, und zwar vor Ort und nicht in Europa auf dem Rücken der Steuerzahler

  8. Danke für den Rat mit dem Tellerrand, aber Geschichte war schon immer mein Hobby.

    „Afrika in Ruhe lassen“? Selbst wenn wir es wollten, so kann man 500 Jahre Entdeckungs- und Kolonialgeschichte nicht so einfach ungeschehen machen.

    Die Welt ist jetzt so, wie sie ist. Geht der Einfluss der Europäer und der USA zurück, machen sich andere daran, in das Vakuum zu stoßen: Russland (Syrien) und China (Äthiopien, Somalia). Ob das für die betreffenden Länder besser sind oder ob diese neuen Protektoren bei dieser Einmischung auch nur an ihre eigenen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Interessen denken… und uns die Flüchtlinge überlassen?

    „… die Kolonialmächte und die heutigen Wirtschaftsaggressoren … sollen das Problem lösen, und zwar vor Ort und nicht in Europa auf dem Rücken der Steuerzahler“
    Ja, aber wer würde das letztendlich bezahlen? Richtig, der Steuerzahler, so oder so.

    Leider haben 60 Jahre „Entwicklungshilfe“ nicht dazu geführt, in Afrika für Wohlstand und stabile politische Verhältnisse zu sorgen, und da soll das jetzt im Hauruckverfahren gehen? Die „Fluchtlingskrise wird uns noch lange beschäftigen, ob mit oder ohne „Anker-„, „Transit-“ oder sonstige „Lager“. Bei den Verhandlungen Merkels in Brüssel hat man über die „Hilfe vor Ort“ nichts Konkretes gehört.

    In Afrika braut sich laut VIF übrigens die nächste Katastrophe zusammen, nämlich in Mali, wo eine belgische Eingreiftruppe den Zusammenbruch kaum aufhalten wird.

  9. „Was sagt Österreich dazu, mit dem es noch keine Vereinbarung diesbezüglich gibt?“

    So schrieb ich weiter oben.

    Dazu eine Passage aus dem Beitrag „Transitzonen – Potemkinsche Dörfer der Asylpolitik“
    ( https://www.deutschlandfunk.de/transitzonen-potemkinsche-doerfer-der-asylpolitik.720.de.html?dram:article_id=421985 )

    „Um die wenigen dann auch wirklich zurückschieben zu können, sind Abkommen mir den Ankunfts- und Durchgangsländern in Europa erforderlich. Die entscheidenden sind Österreich und Italien. Beide haben bisher keinerlei Bereitschaft erklärt, die Menschen zurückzunehmen, die Deutschland nicht mehr haben will. Wenn sie es tun, werden sie einen hohen Preis dafür verlangen. Griechenland wurde bereits angeboten, im Gegenzug für die Rücknahme von Asylsuchenden aus den Transitzonen vermehrt Familienangehörige aus den griechischen Lagern in Deutschland aufzunehmen. “

    Und weiter:

    „Für die CSU aber werden im Herbst auch leere Transitzentren als Kulisse für den Landtagswahlkampf genügen. Es gehe um Symbole, hatten die Strategen der Partei unverhohlen erklärt. Markus Söder, der zum Auftakt seiner Kampagne ein Kruzifix an die Wand der bayerischen Staatskanzlei nagelte, wird sich als nächstes beim Abwickeln der ersten Stacheldrahtrollen fotografieren lassen. Darum geht es.“

    Kreuz (als blosses Dekorationsobjekt) und Stacheldraht, die Symbole der bayrischen XXX-Partei, denn die Wörter „Christlich“, „Sozial“ und „Union“ kann man wohl aus dem Parteinamen streichen.

  10. Sie unterstützen kriminelle Vereinigungen, Herr Schröder: „UNICEF, Save the Children, Médecins sans frontières u.a.“. Alle sind in den letzten Monaten durch Skandale aufgefallen. Und sie haben doch bestimmt mitbekommen, daß der „Fernch Doctor“, Kouchner, Ferraris in der Tiefgarage von MSF in Paris hortete. Also haben Sie mit seine Ferraris finanziert.

    1. Und da kommt Damien Francois wieder mit seinem Schwachsinn!
      Das ist doch die reinste Verleumdung, Hilfsorganisationen hier als Verbrecher darsellen zu wollen.
      Damien, Du bist ein widerliches charakterloses A…, aber was kann man von einem Extremisten und Rassisten, wie Dir schon erwarten. Das hat doch schon lange nichts mehr mit Meinungsäußerung zu tun, was Du hier schreibst.

  11. „Lieber Herr Marek Wawrowski, bin bei Ihnen.“
    Doppelter Unsinn macht leider in der Summe immer noch Unsinn.
    Der Weìße Mann ist ja nicht Schuld, hat er die Schwarzen doch von anderen Schwarzen gekauft. Also ist der schwarze und nicht der weiße Mann schuldig, oder welche Logik soll uns hier verkauft werden?

  12. Ja, Herr Kerres, man muss es wohl so direkt sagen wie Sie es tun.

    Dieser Mann, der eigentlich als promovierter Dr. phil. wissen müsste, wie man korrekt arbeitet, stellt einfach nur Behauptungen oder Unterstellungen in den Raum, ohne sie zu belegen. Treibt man ihn dann in die Enge, weicht er aus oder taucht einfach unter.

    Zur Erinnerung: Er hat behauptet, Bismarck und Hitler seinen „Kämpfer gegen das anglo-amerikanische Establishment“ gewesen. Beweise hat er nie geliefert.

    Auch bei seiner Unterstellung „Moskau, Colfontaine, Landgraaf“ hat er nie auf die entsprechende Widerlegung reagiert.

    Was er nun Bernard Kouchner („Ferraris bei MSF gehortet“) und Herrn Kerres („Ferraris finanziert“) vorwirft, ist nur ein weiteres Beispiel seiner Taktik.

    Bermard Kouchner war in der Tat 1971 Mitgründer von MSF, aber seit 1979 (!!!) gehört er dieser Organisation nicht mehr an, und die Mär vom teuren Ferrari als Dienstwagen ist schon lange als solche entlarvt:

    http://www.liberation.fr/checknews/2018/03/29/est-il-vrai-que-bernard-kouchner-a-ete-arrete-au-volant-d-une-ferrari-payee-par-msf_1653454
    https://www.linternaute.com/actualite/personnalites/1230258-politiques-chanteuses-people-ces-rumeurs-leur-ont-pourri-la-vie/1230367-bernard-kouchner
    http://www.hoaxkiller.fr/hoax/2005/ferrari_msf_kouchner.htm

    Entweder hat Herr Damien sich nicht die Mühe gemacht, diese Jahrzehnte alte „Sensation“ zu überprüfen, dann verdient er seinen Doktortitel nicht, der doch der Beweis sein soll, dass man seriös und wissenschaftlich recherchieren kann, oder aber er verbreitet bewusst „Hoaxe“, was wahrscheinlicher ist, denn er setzt noch einen drauf: Ferraris in der Tiefgarage von MSF „gehortet“.

    1. Danke, dass Sie sich die Mühe machen noch ein paar Quellen zu liefern, Herr Schleck.
      Und ja, manchmal muss man doch in aller Deutlichkeit sagen, was von gewissen Einstellungen hier zu halten ist.
      Damien steht es ja frei dagegen vorzugehen. Der beste Ansatz für Ihn, wäre aber mal ganz tief in sich zu gehen und sich zu fragen, ob jemand der so denkt, nicht doch einfach nur ein ziemliches A… ist.

    1. „Newstopaktuell“… ich kringel mich vor Lachen. LOL, der war gut! Sonst noch so Scherze auf Lager?

  13. Herr Schröder,
    Wie viele Migranten kennen Sie persönlich, oder mit wie vielen haben Sie in den letzten Jahren direkten Kontakt gehabt?

    1. Herr Scholzen, es geht nicht darum, wer wen kennt und wer wen schon einmal aufgenommen hat, sondern darum, wie man die Migration menschlich gestalten kann.

      Und Sie, haben Sie schon einmal etwas für das Tierwohl getan und einen Hund oder eine Katze adoptiert? Haben Sie schon einmal persönlich etwas für den Umweltschutz getan und ein Kohlekraftwerk stillgelegt? Haben Sie schon einmal etwas für den Weltfrieden getan und eine Atombombe entsorgt?

      Sie sehen, solche dummen Fragen bringen gar nichts. Natürlich haben Migranten und Atombomben nichts gemeinsam – aber in beiden Fällen gibt es Instanzen, die dafür weitaus kompetenter und effizient sind als Unsereiner.

    2. Eine ebenso rhetorische Gegenfrage:
      Warum bauen sie sich eine Photovoltaik-Anlage auf’s Dach und führen seitdem einen Kampf gegen regenerative Energien?
      Sie müssen nicht antworten, denn die Antwort kennt mittlerweile jeder.

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