Ab heute regiert das Trumpeltier

Kommentar

Foto: dpa

Ein US-Präsident namens Donald Trump? Was den meisten Beobachtern vor wenigen Monaten noch als undenkbar galt, wird mit der heutigen Vereidigung offiziell. Leider. Denn egal aus welcher Warte man es betrachtet: Das Votum für den Milliardär bleibt ein schlechter Witz, den sich die Welt hätte sparen dürfen. Ein Kommentar.

Von Martin Klever

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  1. Herr Schleck, Kommentare bleiben was sie sind: SUBJEKTIVE, PERSÖNLICHE MEINUNGEN. Da entscheidet der Journalist, was ihm gefällt. Und diese Meinung muss man respektieren, genau so wie man ihre Meinung respektieren muss. Allerdings: Es liegt – wie gesagt – im Ermessen des Redakteurs/Autors des Kommentars, was in seinem Artikel angemessen ist und was nicht.

  2. Gemessen an seinem Auftreten während und nach dem Wahlkampf (im Wahlkampfmodus befindet sich Trump wohl immer) und seinem politischen „Projekt“ kann ich dem Kommentar von Martin Klever nur beipflichten.
    Die Wortschöpfung „Trumpeltier“ trifft es m.E. auf den Punkt.
    So, wie man in den Wald hineinruft, schallt es heraus.

  3. Nach der Inaugurationsrede des Großmauls im Weißen Haus ist der Begriff „Trumpeltier“ wohl eher noch eine Verniedlichung.
    Dieser Mann ist größenwahsinnig und ein gefährlicher Demagoge.

  4. „Da entscheidet der Journalist, was ihm gefällt. Und diese Meinung muss man respektieren.“

    Eine Meinung oder eine Aussage kann man immer kritisieren oder hinterfragen. Die sind nicht sakrosankt. Wie sollte Ihrer Meinung nach sonst eine Diskussion möglich sein, wenn man in „respektvoller“ Anbetung vor der Aussage eines Kommentators verharren soll?

    Wer im Übrigen glaubt, mit so „originellen“ Wortschöpfungen einen Kommentar einleiten zu müssen, begibt sich nur auf dasselbe geistige Niveau wie das derjenigen, die etwa Kanzlerin Merkel mit allerlei „Kosenamen“ belegen.

    Auch Trump ist und bleibt eine menschliche Person und kein wie immer geartetes „-tier“. Einer sachlichen Auseinandersetzung mit seinen politischen Absichten ist mit so etwas jedenfalls nicht gedient.

  5. Ich finde eine solch menschenverachtende Überschrift völlig deplatziert. Herr Trump ist ein Mensch und kein Tier, egal wie man zu ihm steht. Solche niveaulosen Überschriften findet man auch bei der „Bild“!

    1. Leider haben die Ideologen und Idealisten keinen Sinn dafür, Herr Ramscheid. Die erlauben sich alles, aber weh da kommt jemand daher, der ihnen nicht passt – egal ob dieser Mensch der Präsident der USA ist. Jeder, der nicht nach ihrer Nase tanzt und denkt, wird sofort mit allen Mitteln bekämpft. Netiquette gilt nur für die Flüchtlinge: Trump darf zur… Sau gemacht werden. Sogar sein 10jähriger (!!!) Sohn muß „dran glauben“. Abscheulich.

  6. Mein Gott, das ist doch nicht wörtlich als „Tier“ gemeint. Das ist doch als wenn man sagt: „ein Elefant im Glaskasten“ synonym für Tollpatsch. Harmloser kann man diesen Egomanen wohl kaum bezeichnen. Da teilt er selbst wesentlich beleidigender aus: Frauen, Mexikaner, Behinderte… Einfach ekelhaft der Kerl. Die Wortschöpfung kommt übrigens vom Satireprogramm „extre3“ Die Beleidigung geht da schon eher an das Tier (Kamel), was so einen Vergleich nun wirklich nicht verdient

    1. Ich teile ihre Sichtweise Frau Van Straelen.
      Aber ein Tollpatsch ist Trump nun wirklich nicht, weil er das, was er sagt und tut mit Berechnung macht. Er ist ein Egomane und Narzist. Die entsetzte weltweite Reaktion unabhängiger Beobachter ist eindeutig.

    2. ich hatte jetzt Tollpatsch nicht auf Trump (viel zu harmlos) sondern auf den Sinn des „TIERwortes: Elefant im Glaskasten“ bezogen, um das Statement abzugeben, dass hier keiner an ein „Tier“ im wörtlichen Sinn gedacht hat. Aber wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus: Seit Jahr(zehnten?) wird diese grobe, verletzende Sprache nicht zuletzt durch Trumps Reality TV gebraucht, Leute demütigen ist das Ziel. Dann muss man auch selbst mal was einstecken können.

  7. Die Verrohung der Sprache nimmt überall immer größere Ausmaße an, was übrigens der letzte Chefredakteur des GE vor einigen Monaten selbst beklagt hat. Auch in den so genannten Satiresendungen wie der „Heuteshow“ regiert mehr und mehr der Holzhammer der plumpen Vulgarität statt des eleganten Floretts der Ironie.

    Von der Qualität der Beiträge in den Foren ganz zu schweigen, wo der Anonymus sich fast schrankenlos austoben kann, von den Administratoren und Freischaltern kaum mehr zu bremsen. So sehr, dass etwa der VIF seine Kommentarfunktion jetzt völlig geschlossen hat. Neun von zehn Beiträgen waren dort die üblichen Schimpf-, ja Hasstiraden. Als Illustration dazu bietet sich auch eine ostbelgische Internetplattform an.

    Von meiner Tageszeitung erwarte ich möglichst objektive Informationen, detailreich und belegt. Kritische Kommentare auch, aber ohne solche Wortspiele, wie sie in besagten Foren gang und gäbe sind.

    Oder müssen wir uns demnächst hier auch an Kommentare über „Mutti“ die „Cancelerin“ gewöhnen?

    A propos Assoziationen zum Tierreich! Was würde Herr Klever denn sagen, wenn man seinen eigenen Namen zu solch einem Wortspiel benutzen würde?

  8. wenn das “ Trumpeltier “ das einzige Problem dieses Forums ist, dann herzlichen Glückwunsch !!! Da kommt ein absolut gefährlicher, saudummer Typ an die Spitze einer Weltmacht. Dieser Idiot !! kann jederzeit auf´s Knöpfchen drücken, und hier beschweren sich die Tierliebhaber wegen der Bezeichnung Trumpeltier . . . .,
    mein Gott, habt ihr Sorgen . . .

  9. In Amerika wird ein Präsident, der z.B. gegen eine andere politische Mehrheit im Kongress regieren muss (wie lange Zeit Obama), als „Lame Duck“ (Lahme Ente) bezeichnet…
    Wenn Trump kein „Trumpeltier“ sein darf ist er mit Sicherheit :
    – für zahlreiche Republikaner ein Schwarzes Schaaf ;
    – ein blindes Huhn, das offensichtlich Probleme hat, Zuschauermengen zu beurteilen;
    – kein toller Hecht, auch wenn er gerne mit Muschis spielt;
    – jemand, der sich fast täglich gerne zum Affen macht und nicht nur im Wahlkampf ein Affentheater veranstaltet;
    – ein Elefant im Porzellanladen auf der politischen Weltbühne;
    – hoffentlich … eine Eintagsfliege;
    – … ;-)

    1. super Herr Leonard – fast poetisch – und mit allen Vergleichen beleidigt man eher die Tiere als den „feinen Herrn“

    2. Hier geht es aber um die Gleichstellung und Verächtlichmachung eines Menschen mit einem Tier durch ein wohlfeiles Wortspiel mit seinem Namen, für den er nichts kann.

      Wie oben angedeutet, könnte man dann durchaus auch den Herrn Klever als „Kläffer“ bezeichnen? Oder Frau Merkel als „F…“, wie das in den Foren regelmäßig geschieht?

      Früher wurde mal eine Kategorie Menschen als Ratten und Läuse bezeichnet. Auch alles ok?

      Aber ich glaube auch, es ist wichtiger, sich mit den Worten und mehr noch den Taten des Mr. President Donald Trump zu beschäftigen. Dazu gehört auch, dass man ihn als Person respektiert und objektiv bleibt, statt durch Verballhornung seines Namens schon von vorneherein Stimmung zu machen.

    3. Es geht nicht um seinen Namen, für den er nichts kann und auch nicht um die Gleichstellung und Verächtlichmachung mit einem Tier.
      Dies ist hier auch gar nicht geschehen. Aber es ist zulässig sein Verhalten mit dem Verhalten eines Tieres zu vergleichen. (Wie wäre es mit Immobilienhai oder Geiermentalität ?)
      Aber Sie haben Recht Herr Schleck; es geht darum, was er denkt, was er sagt und was er tut. Und das ist verachtungswürdig genug.
      Es geht darum, zu kritisieren, dass er sich benimmt wie ein Trampeltier .
      Respekt muss man sich auch verdienen, zumal als verantwortlicher Politiker. Dies ist Trump bisher in allen Belangen schuldig geblieben. Stimmung machen ? Dies ist wohl die Paradedisziplin des Präsidenten. Verballhornung ? Fragen sie die „Fake-News“-Journalisten, die es gewagt haben, zu behaupten, bei seiner Einsetzung seien weniger Zuschauer anwesend gewesen als bei Präsident Obama.
      Der Präsident erwartet offensichtlich von allen, die er beleidigt und diffamiert ein „dickes Fell“. Er selbst ist dünnhäutig wie ein … Frosch (?).
      Gibt es eigentlich ein Tier, das notorisch lügt, Fakten missachtet, sich über Behinderte lustig macht, Frauen als Objekte betrachtet und Minderheiten diffamiert und denjenigen droht, die es wagen, ihn kritisch zu hinterfragen ? Wenn ja, danke für den Hinweis.

  10. Nun, Herr Leonard, was das Wesentliche angeht, so sind wir uns also einig.

    Wenn ich auch weiterhin anderer Meinung darüber bleibe, was seriösen Journalismus ausmacht. Ich erwarte nun allerdings, dass demnächst ein Artikel mit folgendem Titel erscheinen wird: „Mutti zu Besuch im Weißen Haus beim Trumpeltier.“ Warum eigentlich nicht?

    Damit beende ich meinerseits die Diskusson hier, zumal sie nun in einem anderen ostbelgischen Medium so richtig losgeht, mit Posts in allen Flughöhen.

  11. Eigentlich wollte ich mich hier nicht mehr zu dem Wortspiel mit Trumps Namen äußern.
    Wenn ich das nun doch tue, dann deshalb, weil ich zufällig auf zwei Beispiele gestoßen bin, die das Thema schlaglichtartig beleuchten.

    Da wäre zum einen die ZEIT, die in ihren Foren regelmäßig Beiträge entfernt oder kürzt, wenn sie ihrer Ansicht nach der Netiquette widersprechen, also beleidigend, rassistisch oder sonstwie anstößig sind.

    Dort erschien folgender Kommentar eines Lesers: „Wann erzält einem dem kleinen Donald mal jemand wie sehr US Firmen auf Zuarbeiten aus dem Ausland angewiseen und wie verflochten heute Weltwirtschaft ist?“ (Die Fehler stehen so im Original.) mit dem Zusatz: „Anmerkung: Bitte verzichten Sie künftig auf Spottnamen. Die Redaktion/kno“

    Andererseits brachte die Huffington Post diese Balkenüberschrift: „Das Trumpeltier: Mit seiner ersten Maßnahme stärkt Trump seinen größten Gegner“

    Nun muss jeder für sich entscheiden, welche Linie ihm lieber ist. Ich für meinen Teil bevorzuge klar die erste.

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