Chinesen stützen Luxusbranche

Schmuck und Mode

Kauffreudige Kunden aus China haben dem französischen Luxusgüterkonzern LVMH einen fulminanten Start in das neue Geschäftsjahr 2018 verschafft.

Weltweit stiegen die Umsätze in den ersten drei Monaten um zehn Prozent auf knapp elf Milliarden Euro, wie der Konzern selbst zu Wochenbeginn mitteilte.

Der starke Euro bremste dabei. Währungsbereinigt und auf vergleichbarer Basis belief sich das Plus gar auf 13 Prozent.

Besonders gefragt bei LVMH waren Uhren und Schmuck. Der Umsatz der Sparte machte mit 20 Prozent plus den größten Satz nach vorn. Im Stammgeschäft mit Mode und Lederwaren lief es ebenfalls rund. Der Erlös mit Marken wie Louis Vuitton, Celine, Christian Dior oder Fendi kletterte um 16 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro.

Der LVMH-Konzern hatte zuletzt sein Online-Geschäft stark ausgebaut. Zudem war es den Franzosen gelungen, den Geschmack junger Konsumenten zu treffen – etwa mit Luxusturnschuhen oder edlen Handyhüllen.

Die Zahlen machen der Luxusbranche Hoffnung, die zeitweilig unter der Zurückhaltung chinesischer Kunden gelitten hatte.

Zu Gute kommt ihr die aufstrebende Mittelschicht in China, die viel Geld für Luxusartikel ausgibt. Indes bleibe abzuwarten, wie sich eine mögliche Eskalation des Handelsstreits zwischen China und den USA auf die Stimmung der Verbraucher in Fernost auswirke, warnten Analysten.

LVMH ist der einer der größten Luxuskonzerne weltweit. Knapp die Hälfte der Aktien besitzt Firmenchef Bernard Arnault, den die Gruppe zum reichsten Mann Frankreichs gemacht hat.

Neben Schmuck und Mode verkauft LVMH Champagner, Spirituosen, Kosmetik und Düfte. Vergangenes Jahr brachte LVMH die Parfümeriekette Sephora erstmals auch nach Deutschland und macht damit nun Platzhirsch Douglas Konkurrenz. (dpa)

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