Wie das Quecksilber gestiegen

Immobilienbranche

Laut Erhebungen der Notariate im Lande brachte der Sommer eine unerwartet rege Tätigkeit auf dem Immobilienmarkt mit sich, vor allem in den sonst ruhigen Monaten Juli und August. | Foto: fotolia/immoge/citf

Ob es womöglich am ungewohnt warmen und langen Sommer lag… Jedenfalls sind zeitgleich mit dem Quecksilber im Thermometer auch die Transaktionen und Preise auf dem Immobilienmarkt gestiegen.

Von Norbert Meyers

Laut „Barometer“ der Vereinigung der Notare machte die Branche einen Sprung von 5,4 Prozent im dritten Trimester. Ein nie registrierter Zuwachs seit Beginn der statistischen Erhebungen vor elf Jahren. Mit der Folge, dass die Aktivität auf dem Markt seit Jahresbeginn um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Im Schnitt nochmals 7000 € „draufgepackt“

Und das nach zwei Jahren, die bereits ungeahnte Höchstwerte erbracht hatten und kaum noch zu toppen schienen. Oder anders ausgedrückt: Die vielfach apostrophierte (oder vielleicht treffender: befürchtete) Trendwende lässt vorerst weiter auf sich warten.

Ins Auge sticht besonders die rege Aktivität in den Monaten Juli und August, ansonsten neben dem Januar meist die ruhigste Phase im Jahreskreis. Doch allein da registrierten die Notare ein Plus von nie erreichten 9 Prozent, wogegen der ansonsten recht agile September diesmal ruhiger verlief.

Der weniger erfreuliche Nebeneffekt betrifft die Preisentwicklung. Denn nach einem Anstieg von 4,1 Prozent im zweiten Trimester auf 250.735 € im Schnitt für einen Hauskauf in Belgien (womit bereits eine Schallmauer durchbrochen worden war), mussten neue Hauseigentümer zuletzt nochmals durchschnittlich 7000 € „draufpacken“ (eine neuerliche Steigerung von 2,7 Prozent). Dagegen blieben die Preise für Appartements recht stabil – bei einem Zuwachs von 0,8 Prozent auf nunmehr 220.925 € für eine Wohnung.

Hintergrund: Eupen im Mai Messe-Standort

Nach der überaus erfolgreichen Premiere in der Eifel im April diesen Jahres schlägt die Immobilienmesse nunmehr wieder ihre Zelte in Eupen auf – zur dritten Auflage vor Ort im Alten Schlachthof im gewohnten Zeitfenster, heißt: am Wochenende vom 10. bis 12. Mai 2019. Tim Verdin, als Mitarbeiter Marketing im GrenzEcho u.a. auch für die Organisation der I.M.O. zuständig. „Wir sind in St.Vith vor allem in unserer Erkenntnis bestärkt worden, dass es für ein solches markt- und zukunftsorientiertes, zugleich aber auch bürgernahes Thema keine lokal-regionale Exklusivität gibt.“ Zumal die thematische Gewichtung „beiderseits des Venns doch teils recht unterschiedlich ausgerichtet ist, u.a. mit einem verstärkten handwerklichen Sortiment in St.Vith“. In der Tat ist die Situation des Marktes hier wie dort sehr differenziert gelagert. Erfreulich und ermutigend sei besonders „bei vielen Ausstellern die Nachfrage nach einer unmittelbaren Neuauflage“, jedoch sei im GrenzEcho die Entscheidung gereift, den Standort für die Immobilienmesse von Jahr zu Jahr zwischen Eupen und St.Vith zu wechseln. Infos und Anmeldungen unter Telefon 087/59.13.21.

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