Wenn das Haus nasse Füße kriegt

Feuchtigkeit

Heute sehen sich zunehmend mehr Hausbesitzer mit dem Problem Schimmelbildung oder Pilzbefall konfrontiert. Akute und hartnäckige Mängel, die sich buchstäblich an den Wänden ablesen lassen. | Foto: shutterstock & verbraucherzentrale

Die Farbe löst sich von den Wänden, wirft Blasen, an einigen Stellen haben sich schwarze Flecken gebildet, der Boden ist wellig, es bröselt der Putz… Alles Symptome, mit denen zunehmend mehr Hausherren im Lande konfrontiert sind. Und oft ihrer Händen keinen Rat wissen!

Von Norbert Meyers

Weshalb es nicht überraschen darf, dass die Anfragen zur Trockenlegung von Mauerwerk oder zur Sanierung von Feuchtflächen in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen sind, wie Experten mit Blick auf ihre Auftragsbücher bestätigen. Im Grunde „eine Frage der Zeit“ – mit Blick auf die durchaus recht alte Bausubstanz in unserer Gegend. Vielfach mit Häusern aus den fünfziger und sechziger Jahren, wo kaum Maßnahmen zur Abweisung von Feuchtigkeit ergriffen wurden.

Feuchtigkeit, besonders in Form von Schimmel, kann zu Schäden am Haus führen, sich negativ auf das Raumklima auswirke, sogar die Gesundheit gefährden… – und zudem eine aufwendige Sanierung und einen aufreibenden Rechtsstreit nach sich ziehen.

Doch es gibt Lösungen. Teils sogar „made at home“, also hausgemacht. Fehlendes Lüften, niedrige Heizung oder schlechte Wärmedämmung nennen Fachleute als erste Ursachen für Schimmelbildung. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Hausherr genau hier gegenwirken kann und soll.

Aber es müssen dies nicht die einzigen Gründe sein. Eintretende Feuchtigkeit von außen, etwa über undichte Stellen oder feine Risse in der Fassade oder im Dach, sind der Schimmelbildung ebenfalls zuträglich – vor allem da sie oft über einen längeren Zeitraum unbemerkt bleiben.

In diese Ursachenkategorie fallen bedauerlicherweise auch bauliche Mängel, wie etwa ungenügende oder fehlerhafte Bauwerksabdichtung gerade im Kellerbereich.

Allesamt Vorgaben, die das Wachstum von Schimmelpilz begünstigen. Relevant ist hierbei nicht, wie oft angenommen, der Feuchtegehalt in der Raumluft, sondern der unmittelbar über der Wandoberfläche. Und das bevorzugt auf „klassischem“ Untergrund wie etwa Raufasertapete, die bei Feuchte zu einem regelrechten „Nährstoff-Cocktail“ für Schimmelpilze werden kann.


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