Immobilienmarkt in der Eifel lebt vom lokalen „Häuslebauer“

IMO 2018

Vor allem in St.Vith selbst hat in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren die Bautätigkeit stark angezogen, so neben dem Areal am „Triangel“ auch Projekte anderswo im Stadtbild (wie hier eingangs der Klosterstraße). Hinter den Initiativen stehen durchweg private Investoren. | Foto: nemo.presse & Fotalia

„Mit der geografischen Veränderung und der erstmaligen Organisation der Immobilienmesse in St.Vith wollen wir auch dem Markt in der Eifel ein attraktives, aussagekräftiges Schaufenster bieten.“ So GrenzEcho-Marketingleiter Ronnie Jorquera im Vorgriff auf die Premiere im April nächsten Jahres im Triangel.

Von Norbert Meyers

In der Tat: Das Thema Wohnraum geht alle an – quer durch die Generationen. Nur halt mit anderer geografischer Gewichtung je nach Standort in Ostbelgien. Während der Fokus in Eupen und Umland vorrangig auf den Kauf ausgerichtet ist, ist die Grundphilosophie in der Eifel am Sprichwort „Schaffe, schaffe, Häusle baue“ orientiert, gemäß der den Schwaben nachgesagten Arbeitsmentalität, möglichst viel zu „schaffe“, um sich möglichst früh ein eigenes „Häusle“ leisten zu können.

In Zahlen: Im nördlichen Ostbelgien macht der Kauf bis zu achtzig Prozent des Immobiliengeschäfts aus. Ein Trend, der in der Eifel quasi umgekehrt ist, wie nicht nur erfahrene Immobilienmakler wissen. In der Eifel kennt der Hang und Drang zum „Eigenheim in Eigenregie“ eine beständige Hausse. „Hier setzen bestenfalls zwanzig Prozent auf den Kauf eines Anwesens oder Appartements“, weiß Eric Warny, seit über zweieinhalb Jahrzehnten bei der KBC in St.Vith u.a. in der Kreditberatung tätig.

Auffällig sei zudem eines: „Der Hausbau in der Eifel ist in den letzten Jahren keineswegs bescheidener geworden.“ Einzig Bauten, die durch Investoren errichtet und nachfolgend veräußert werden, fallen erkennbar kleiner aus.

Dagegen sind die Eigenheime, die durch den Eigentümer selbst geplant und realisiert werden, „durchaus recht großzügig angelegt“.

Freilich hat sich die Grundstücksgröße in den letzten Jahren erkennbar zurückentwickelt. Vielfach bleiben Bauherren nunmehr unter der Schallmauer von tausend Quadratmetern. Stattdessen wird eine größere Parzelle schon mal gerne aufgeteilt und die eine Hälfte verkauft, um so Eigenkapital zu erwirtschaften.

Hintergrund: „Haus & Garten“ ergänzt Angebot

Nach zwei erfolgreichen Auflagen in Eupen schlägt die ImmobilienMesse Ostbelgien (kurz: I.M.O.) erstmals ihre Zelte in St.Vith auf, wo im nächsten Frühjahr das Grundthema um die Segmente „Haus & Garten“ ergänzt wird. Fachbereiche wie Bauen, Kaufen, Mieten, Wohnen, Renovieren, Modernisieren oder Finanzieren ziehen sich wie ein roter Faden durch das vielfältige Angebot, das letztlich jede Generation berührt. Termin im „Triangel“ ist das Wochenende vom 21./22. April. An zwei Tagen bietet die I.M.O. regionalen Unternehmen entsprechender Branchen eine breite Plattform, ihre Produkte und Dienstleistungen auf gehobenem Niveau und in angenehmer Atmosphäre zu präsentieren. Bewährt hat sich die Immobilienmesse als dynamisches Forum für qualifizierte Beratungs- und Verkaufsgespräche zwischen Fachmann und Konsument, vermittelt aber ebenso im brancheninternen Austausch wertvolle Impulse. Treffpunkt für alle, die Interesse für das Thema mitbringen, ist – wie gesagt – am Samstag und Sonntag, 21. und 22. April, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Infos und Anmeldungen im GrenzEcho bei Erik Solheid oder Tim Verdin unter Telefon 0479/98.08.32 oder 087/59.13.21.


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