Altbauten drücken aufs Klima

Batibouw

Batibouw bleibt besonders dank der Vielschichtigkeit des Angebotes auf dem Bau- und Wohnungsmarkt ein unerlässliches Schaufenster für einen zunehmend breiter gefächerten MarktFotos: Batibouw

Der Schildkröte, die eh schon von Natur aus ihr Haus mit respektive auf sich herumträgt, wird in diesen Tagen alles nur Erdenkliche draufgepackt, was auch nur im Entferntesten einen Bezug zu Wohnraum und Klima hat.

Von Norbert Meyers

Jedenfalls schwappt der vielstimmige Protest „der Straße“ (wo vor allem die Jugend ins ökologische Horn stößt) unweigerlich auch auf das Ausstellungsgelände in Brüssel über, wo gestern mit zwei so genannten „Profi“-Tagen die Batibouw startete, ehe vom 23. Februar bis 3. März das breite Publikum die „Heiligen Hallen“ an der Place de la Belgique (am vormaligen Heysel-Gelände) bevölkern wird.

Leistungsbarometer für höhere Energieeffizienz

Denn mehr denn je dürfte die größte und zugleich wichtigste Bühne für die Baubranche in Belgien zum Leistungsbarometer für ein Segment werden, das in der Zwischenzeit auch „klimatisch“ in die Kritik geraten ist. Und wo die Branche entschlossen gegensteuern möchte.

Zugegeben: Mit dem zupackenden Slogan „Vivre c’est bâtir“ untermauert die Brüsseler Messe einmal mehr die These, dass der Belgier „avec une brique dans le ventre“ geboren werde.

Nur: Wie sehen die Bau- und somit Lebensformen der Zukunft aus? Immerhin in einem Land, wo der Großteil der bestehenden Bausubstanz deutlich hinter heutigen Standards in Sachen Energieeffizienz hinterherhinkt.

Der Grund: Rund drei Viertel des Wohnraums in Belgien sind älter als dreißig Jahre. Eine Zeit bis circa Mitte der achtziger Jahre, als der Begriff Energieeffizienz noch in tiefen Säcken schlummerte. Weshalb sich Batibouw auch als Weckruf versteht – allein schon um nach und nach den immensen Rückstand gegenüber unseren Nachbarländern abzuarbeiten.

Hintergrund: Interesse für Messe hoch

Nach der überaus erfolgreichen Premiere in der Eifel im April vergangenen Jahres schlägt die Immobilienmesse nunmehr wieder ihre Zelte in Eupen auf – zur dritten Auflage vor Ort im Alten Schlachthof im gewohnten Zeitfenster, heißt: am 11./12. Mai. Und das Interesse ist ungebrochen hoch, wie Tim Verdin, als Mitarbeiter Marketing im GrenzEcho u.a. auch für die Organisation der I.M.O. zuständig, in den letzten Wochen erfahren durfte. „Etliche Aussteller der beiden ersten Auflagen haben förmlich auf unsere Mitteilung gewartet und umgehend ihren Platz wieder reserviert.“ Ebenso erfreulich sei aber die Beachtung, die die Messe auch über Eupen hinaus finde, verweist Tim Verdin auf neue Aussteller, „hierunter gar einige, die erstmals im Vorjahr in St.Vith dabei waren und sich nun auch dem Eupener Publikum vorstellen möchten“. Weshalb in der Zwischenzeit das Platzangebot zunehmend knapper wird und potenzielle Bewerber ihre Überlegungen nicht auf die lange Bank schieben sollten. Infos unter www.i-m-o.be, Anmeldungen bei Tim Verdin unter Telefon 087/59.13.21.


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