Belgien droht sein Armutsziel zu verfehlen

Planbüro

Mehr als zwei Millionen Belgier leben unter der Armutsgrenze.
Mehr als zwei Millionen Belgier leben unter der Armutsgrenze. | Foto: dpa

In zwei Jahren wird es rund 100.000 Arme weniger in Belgien geben als heute, weil vor allem die Arbeitslosigkeit zurückgeht und die niedrigsten Pensionen angehoben werden. Das schreibt das föderale Planbüro.

Laut dem Planbüro werden in unserem Land im Jahr 2018 noch 2,232 Millionen Menschen leben, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind.

Belgien hat Europa im Rahmen der Wachstumsstrategie Europa 2020 aber versprochen, die Anzahl Bürger, die in Armut leben, auf 1,814 Millionen zu senken. Dieses Ziel wird demnach verfehlt: Die Prognose für 2018 liegt um 418.000 Personen höher als das angepeilte Niveau. Eine Person gilt als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wenn mindestens eine der folgenden drei Lebenssituationen zutrifft: Ihr Einkommen liegt unter der Armutsgefährdungsgrenze (60 % des mittleren Einkommens der Bevölkerung), die Person ist also von Armut bedroht, ihr Haushalt ist von erheblicher materieller Entbehrung betroffen oder sie lebt in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung. 2008 gehörten 2,194 Millionen Belgier zu dieser Gruppe. 2015 stieg ihre Anzahl auf 2,336 Millionen (21,1 % der Bevölkerung. (gz/belga)

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