Trinkhalme sind auch Müll

Umwelt

Gelbe Trinkhalme aus Plastik, die auf einem Tisch eines Biergartens stehen. Überall auf der Welt entstehen riesige Mengen Plastikmüll. | Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Juchu, eine Geburtstagsparty! Alle schwenken Luftballons. Auf dem Tisch stehen Limobecher mit Strohhalmen. Der Kuchen liegt auf bedruckten Tellern. Und was bleibt am Schluss von der Party übrig? Plastikmüll!

Du denkst, so ein paar Becher und Plastikgabeln sind kein Problem? Experten sehen das anders: Denn überall auf der Welt entstehen so riesige Mengen Plastikmüll, zum Beispiel durch Strohhalme. Die meisten sind nämlich nicht aus Stroh, sondern aus Plastik. Fachleute schätzen, dass davon in Europa jedes Jahr Milliarden benutzt werden. Das ergibt einen großen Haufen!

Umweltschützer und Politiker in Europa machen sich darüber schon länger Sorgen. „Plastikmüll ist ohne Zweifel ein großes Thema, und die Europäer müssen dieses Problem zusammen angehen“, sagte einer von ihnen. Denn riesige Mengen davon landen in den Meeren. Das schadet Fischen, Vögeln – und am Ende auch uns Menschen.

Nun machten Politiker Vorschläge, wie man die Meere besser schützen kann. Zum Beispiel mit Verboten: und zwar von einigen Einweg-Gegenständen, die man leicht durch weniger schädliche ersetzen könnte. Darunter sind Plastikgeschirr, Trinkhalme, Wattestäbchen und Halter für Luftballons. Die Politiker finden auch: Die Hersteller bestimmter Verpackungen sollten für das Einsammeln des Mülls mitbezahlen. Bisher werde viel zu wenig Plastik wiederverwertet. Doch nicht alle finden die Vorschläge gut. Manche sagen, Menschen sollten frei entscheiden können, was sie kaufen. Andere sagen, es müsste noch strengere Regeln geben. Bis die Vorschläge zu Regeln werden, kann noch einige Zeit vergehen. Trinkhalme aus Pappe zu benutzen, geht aber schon jetzt. Oder eine Flasche mitbringen statt Einwegflaschen zu kaufen. Und Geburtstag mit Partygeschirr feiern, das man mehrfach benutzen kann. (dpa)

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