So entstehen Jahreszeiten

Natur

Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Die Jahreszeiten haben mit der Erde und der Sonne zu tun.
Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Die Jahreszeiten haben mit der Erde und der Sonne zu tun. | Foto: dpa

Grüne Bäume, heiße Temperaturen oder Schnee. Welche Jahreszeit gerade herrscht, hat mit dem Zusammenspiel von Erde und Sonne zu tun.

Brrr, so langsam wird es kalt und ungemütlich. Wer in diesen Tagen frühmorgens zur ersten Stunde zur Schule muss, ist im Dunkeln unterwegs. Wenn man am späteren Nachmittag nach Hause kommt, ist die Sonne schon wieder untergegangen. Die Temperaturen sinken. Der Winter hat begonnen! Doch warum gibt es den Winter und die anderen Jahreszeiten überhaupt? Das hat mit dem Zusammenspiel von Sonne und Erde zu tun. Die Erde dreht sich um sich selbst, um ihre eigene Achse. Diese Achse kannst du dir wie einen Stab vorstellen, der mitten durch die Erdkugel geht – vom Nordpol bis zum Südpol. Diese Achse ist schräg. Deshalb ist auch die Erde im Weltall im Vergleich zur Sonne leicht schräg.

Die Erde dreht sich aber nicht nur um sich selbst. Gleichzeitig umkreist sie auch noch die Sonne. Dabei kommt wieder die Achse ins Spiel. Während unser Planet um die Sonne kreist, bleibt die Erd-Achse immer in der gleichen Stellung, und die Erde damit auch. Sie zeigt sozusagen immer in die gleiche Richtung.

Das ist für die Entstehung der Jahreszeiten sehr wichtig. Denn deswegen wird mal die Nord-Halbkugel stärker und länger von der Sonne beschienen. Ein halbes Jahr später bekommt die Süd-Halbkugel mehr und länger Sonne ab.

Deutschland zum Beispiel liegt auf der Nord-Halbkugel. Wenn diese Richtung Sonne geneigt ist, ist es bei uns länger hell. Die Strahlen der Sonne treffen dann steil bei uns auf.

Im Winter neigen wir uns von der Sonne weg. Die Tage sind kurz und die Sonnenstrahlen treffen jetzt nur noch flach auf. Dadurch entsteht auch weniger Wärme. Das kannst du selbst einfach mal ausprobieren: Du brauchst nur ein Blatt Papier und eine Taschenlampe. Zuerst hältst du die Lampe gerade über das Papier. Die Strahlen der Lampe treffen auf einem kleinen Punkt senkrecht auf das Papier. So wäre das mit dem Sonnenlicht im Sommer. Nun strahlst du das Papier mal schräg von der Seite an. Was fällt dir auf? Wenn du die Lampe schräg hältst, verteilen sich die Lichtstrahlen über eine größere Fläche, die Helligkeit auf dem Papier nimmt ab. Weniger Licht bedeutet auch weniger Energie, also weniger Wärme. In der Antarktis zum Beispiel steht die Sonne immer sehr niedrig, die Sonnenstrahlen treffen flach auf. Deshalb ist es dort so kalt. (dpa)

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