Naya gehört an zwei Tagen zur Schulklasse

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Zwischendurch gibt es auch mal ein Leckerli für Naya. | Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Wenn Hündin Naya zu Besuch ist, müssen die Schüler der Klasse 6c sich an einige Regeln halten. Dafür sind die Tage mit der Schulhündin immer etwas ganz Besonderes.

Diese Klassenkameradin ist ungewöhnlich! Sie hat schwarzes Fell und große Ohren: Hündin Naya geht an zwei Tagen in der Woche in die Klasse 6c. Denn Naya ist Schulhündin an einer Schule in der Stadt Tübingen, im Süden von Deutschland.

Naya gehört der Lehrerin Bettina Rebstock. Sie kommt oft mit dem Fahrrad zur Schule. Naya darf dann nebenher rennen. Wenn Naya in der Schule ist, haben zwei Kinder aus der Klasse Hundedienst. Edanur und Lara melden sich immer dafür. Die beiden sind elf Jahre alt.

Edanur hatte immer Angst vor Hunden. „Der Hund unserer Nachbarn war wild. Aber Naya ist süß“, erzählt sie. Edanur hat ihre Angst verloren. Von ihrer Lehrerin hat sie gelernt, die Körpersprache von Hunden zu lesen. „Wenn Hunde etwas nicht wollen, drehen sie sich weg“, erklärt Edanur. Lara weiß, wie man Naya trotzdem anlocken kann: „Wenn es Leckerli gibt, kommt sie immer.“ Als Hundedienst sind die Freundinnen in der Pause verantwortlich für Naya. Sie bleiben mit ihr im Klassenzimmer, geben ihr Fressen und Wasser und machen Kunststücke mit ihr. Zum Beispiel haben sie ihr beigebracht auf das Kommando „Hopp“ auf einen Tisch zu springen.

Während des Unterrichts läuft Naya im Klassenzimmer herum. Hinter dem Schreibtisch der Lehrerin hat sie ein Körbchen. „Wenn sie keine Lust hat, legt sie sich da rein“, erzählt Lara. Weil Hunde sehr viel besser hören als Menschen, müssen die Kinder besonders leise sein, wenn Naya in der Klasse ist. Und es gibt noch mehr Regeln. „Wenn Naya da ist, ist es sehr streng“, sagt Edanur.

Zu den Regeln gehört,dass man keine Radiergummis auf den Boden werfen darf.

Zu den Regeln gehört, dass man keine Radiergummis auf den Boden werfen darf, weil Naya sonst darauf herumnagt oder sie frisst. Man darf sie auch nicht erschrecken, indem man Stühle über den Boden schiebt. Und: Der Mülleimer muss hochgestellt werden, weil Naya sonst darin wühlt, wenn noch irgendwas darin nach Essen duftet. Für Edanur und Lara sind die Tage mit der Schulhündin was Besonderes. Edanur sagt: „Für mich ist Naya eine Freundin geworden.“ (dpa)

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