Melomakárona in der Weihnachtszeit

Brauchtum

Bei Alex zu Hause in Griechenland steht der Weihnachtsbaum schon geschmückt im Wohnzimmer.
Bei Alex zu Hause in Griechenland steht der Weihnachtsbaum schon geschmückt im Wohnzimmer. | Foto: Alexia Angelopoulou

Plätzchenbacken und Weihnachtsmarkt – das gehört bei uns zu Weihnachten dazu. Aber wie sieht das in anderen Ländern aus? Wir haben einige Kinder gefragt. Heute sind wir bei Alex zu Besuch. Der Neunjährige lebt in Athen, der Hauptstadt von Griechenland.

Bei Alex zu Hause ist es schon jetzt richtig weihnachtlich: Hier warten Weihnachtsmänner auf ihren Einsatz, dazu leuchten Weihnachtssterne, ein Adventskranz und ein großer, funkelnder Weihnachtsbaum um die Wette. Den Weihnachtsbaum hat Alex erst vor Kurzem gemeinsam mit seiner Schwester und seiner Mutter geschmückt. „Viel zu spät!“, wie er findet, denn normalerweise weihnachtet es bei seiner Familie bereits Anfang November. Alex ist neun Jahre alt. Er liebt die Weihnachtszeit, die Dekoration, die Geschenke und die Süßigkeiten. Vor allem Melomakárona findet er klasse. Das ist ein typisch griechisches Weihnachtsgebäck mit Zimt drin. „Außerdem macht meine Mutter an Weihnachten Hühnerpastete und gefüllten Truthahn und viele andere leckere Sachen.“ Schokolade mag er dagegen nicht so. „Die isst dann meine Schwester.“ Alex wünscht sich eine Spielkonsole oder ein Tablet zu Weihnachten. Aber er glaubt, beides ist einfach zu teuer. Also weiß er auch noch gar nicht, was er kriegen wird. Vielleicht liegt doch ein Tablet unterm Weihnachtsbaum? Alex hofft es zumindest. Was seine Mutter von ihm bekommt, hat Alex längst entschieden: eine Halskette! Er und seine Schwester haben dafür extra Geld gespart. Besonders freut Alex sich auf die Weihnachtsferien. Er wird Fußball spielen, wie sonst auch in den anderen Ferien. Und dann gibt es auch ein extra Weihnachtsprogramm. „Unsere Mutter geht mit uns zum Weihnachtsdorf in der Stadt, da ist alles toll dekoriert und Weihnachtsmänner laufen herum. Man kann Kekse backen und viele andere Sachen machen.“

Nur eines hat Alex an Weihnachten noch nie erlebt: echten Schnee. „Dazu ist es bei uns hier in Athen einfach zu warm“, sagt er bedauernd. Davon lässt er sich die Vorfreude auf Weihnachten aber nicht vermiesen. Und so wünscht er euch allen „Kalá Christoúgenna!“. Das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Griechisch. (dpa)

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