Maschinen machen sich schlau durch Training

Wissenschaft

Die Roboter-Hand soll lernen, bestimmte Dinge wie eine menschliche Hand zu tun. | Foto: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Auch Maschinen lernen dazu und nicht nur Menschen! Aber diese Roboter gehen dafür nicht zur Schule. Sie werden schlauer durch Abgucken und Rechnen. Im Alltag sind sie immer häufiger zu finden.

Wann ist eine Maschine schlau? Die Antwort darauf ist nicht so einfach, sagt der Experte Aljoscha Burchardt. Denn eigentlich weiß man schon nicht so genau, was schlau oder intelligent bei einem Menschen bedeutet.

„Heißt das, dass man viele Bücher gelesen hat oder dass man sich gut mit anderen Menschen absprechen kann?“ Was bedeutet es dann, wenn eine Maschine intelligent ist?

Über diese „künstliche Intelligenz“ reden gerade viele Leute. Damit meinen sie, dass Maschinen so ähnlich handeln sollen wie ein Mensch und uns damit viel Arbeit abnehmen.

Zum Beispiel ein Roboter, der in einer Halle Kartons transportiert: Steht plötzlich ein Hindernis im Weg, bemerkt ein schlauer Roboter das. Er fährt nicht einfach weiter, sondern drumherum. Eine Maschine nennt man also intelligent, wenn sie erkennt: Es hat sich etwas verändert und sie reagiert dann passend.

Doch wie lernt eine Maschine das? Sie lernt eigentlich wie ein Kind, das sprechen lernt, erklärt Experte Aljoscha Burchardt. Nämlich durch Nachahmen. Maschinen werden also klug durch das Abschauen.

So sollen etwa Autos lernen, bald alleine zu fahren. Dafür werden die Computer in diesen Autos von Menschen trainiert, erklärt der Experte. „Das Auto hat viele Kameras und Geschwindigkeitsmesser und es weiß auch durch das Navigationssystem, wo es ist. Die Kameras filmen die ganze Zeit die Straße vorne und hinten und an den Seiten.“

Nun lernt das Auto, was der Mensch tut: Ist vor ihm auf der Straße ein Hindernis, bremst er. Sieht er eine rote Ampel, stoppt er. Wenn das Auto oft genug das Gleiche gesehen hat, erkennt es sofort: An einer roten Ampel muss es anhalten.

Der Experte sagt: „Maschinen lernen also von Menschen durch nachmachen und nicht, indem man sie in die Schule setzt und ihnen sagt: Die Verkehrsregeln sind folgendermaßen: Du musst immer am Stoppschild drei Sekunden anhalten.“ Stattdessen sieht die Kamera ein Stoppschild und erkennt, was zu tun ist.“

Dabei versteht die Maschine die Verkehrsregeln nicht. Würde man so ein Auto fragen, warum es an einer roten Ampel hält, könnte es das nicht erklären. Das können Menschen besser. Aber schlaue Maschinen handeln oft schneller als Menschen. Deshalb kann etwa ein intelligentes Auto besonders rasch reagieren, wenn die Ampel auf Rot springt.

Trotzdem glaubt der Experte nicht, dass die Maschinen irgendwann mächtiger werden als die Menschen – so wie es manchmal in Filmen zu sehen ist. Denn ein Roboter ist eben nur so schlau, wie der schlaue Mensch, der ihn trainiert. (dpa)

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