Krätze – es gibt sie noch!

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Sie kommt immer wieder vor und steht nicht in Zusammenhang mit hygienischen Verhältnissen: die Krätze. | Foto: Fotolia/agnieszka_marcinska

Krätze… ein Thema, dass dich überhaupt nicht juckt? Das kann sich schneller ändern, als du denkst, denn die Krätze ist eine Infektionskrankheit der Haut, die auch in Ostbelgien regelmäßig Kinder, Jugendliche und Erwachsene befällt.

Vielleicht hast du den Begriff „Krätze“ schon einmal gehört, kennst in deinem Umkreis Menschen, die diese Infektion bereits gehabt haben, oder durftest bereits selber dran glauben… Fakt ist, diese Hautkrankheit kommt gar nicht so selten vor! Aber was ist Krätze genau, wie kann man sich dagegen schützen und was ist im Fall der Fälle zu tun?

Hast du dich angesteckt, kann es zwischen zwei und sechs Wochen dauern, bis sich die Milben soweit vermehrt haben, dass du Anzeichen merkst.

Krätze oder auch medizinisch „Skabies“ ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Krätzmilben verursacht wird. Diese winzigen Krätzmilben sind für dein Auge kaum sichtbar, denn sie sind nur 0,3 bis 0,5 mm groß. Wenn du dich mit ihnen angesteckt hast, graben sie sich in die obere Schicht deiner Haut ein. Hast du dich mit ihnen angesteckt, kann es allerdings zwischen zwei und sechs Wochen dauern, bis sich die Milben soweit vermehrt haben, dass du eindeutige Anzeichen merkst.

Wenn du zum Beispiel ein Jucken und Brennen der Haut, insbesondere nachts, spürst oder Kratzspuren, Knötchen und Pusteln an dir findest, könnte dies auf Krätze hinweisen. Manchmal sind auch die Gänge der Krätzmilben sichtbar, das ist aber eher selten.

Die Ausschläge sind häufig an bestimmten Stellen zu finden, wie zum Beispiel zwischen deinen Fingern, unter den Fingernägeln, an deinen Handgelenken, Ellenbogen, an der Brust, unter den Achseln und an allen Hautstellen im Bereich deiner Unterwäsche. Rücken, Kopf und Nacken sind hier meist seltener befallen. Wenn du Jucken oder verdächtige Ausschläge an dir bemerkst, sprich mit deinen Eltern, damit ihr zusammen zum Arzt gehen könnt. Um jetzt niemanden anzustecken, solltest du den Kontakt mit der Haut von anderen besser vermeiden und auch keine getragene Kleidung (Jacken, Pullover, Mützen, Schals…) oder Handtücher mit anderen tauschen. Und auch, wenn du mit jemandem zusammen warst, der Krätze hat, ist ein Arztbesuch wichtig, um eine mögliche Infektion frühzeitig zu erkennen. Die gute Nachricht: Krätze kann gut behandelt werden! Es kann allerdings sein, dass der Juckreiz nach der Behandlung noch für einige Wochen anhält. Bestätigt der Arzt, dass du dich angesteckt hast, müssen deine Eltern in jedem Fall die Schule oder das Zentrum Kaleido Ostbelgien informieren – so können weitere Ansteckungen leichter vermieden werden. Auch darfst du die Schule erst wieder besuchen, wenn du vom Arzt behandelt wurdest und er dir dies auch bescheinigt.

Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, solltest du eines beachten: Vermeide einfach engen und längeren Hautkontakt von Mensch zu Mensch. Händeschütteln, Begrüßungsküsse und Umarmungen führen in der Regel nicht zur Übertragung und ganz selten passiert sie durch Bettwäsche, Kleidung, Handtücher, Plüschtiere oder Polstermöbel. Wichtig ist: Krätze zu bekommen, ist keine Frage von Sauberkeit! Selbst Menschen, die täglich duschen und Zuhause auf Hygiene achten, sind vor den Krätzmilben nicht geschützt.

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