Jetzt bloß nicht rot werden

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Wer schüchtern ist, kann lernen, damit besser umzugehen. | Foto: Fotolia/Laszlo

Bist du eher der Typ, der gerne im Mittelpunkt steht oder eher zurückhaltend? Du läufst schnell rot an und dir hört oftmals keiner zu, weil du zu leise sprichst? Dann gehörst du zu den Menschen, die als schüchtern gelten.

Wenn du schüchtern bist, findest du es wahrscheinlich ganz schrecklich, oder? Denn es ist anstrengend, sich im Gespräch immer wieder darauf zu konzentrieren, wie du wirkst, ob du richtig reagierst und ob diese eine Geste gerade passte. Und aus Angst davor, dich zu blamieren, kriegst du so manches Mal den Mund erst gar nicht auf, was wiederum von anderen sogar als Desinteresse oder Arroganz gewertet werden kann. Auch hast du vielleicht ständig ein schlechtes Gewissen, weil du dich gerne alleine beschäftigst und eben nicht der Draufgängertyp bist, der ständig auf neue Leute zugeht und sie kennenlernen möchte.

In deinen Träumengehörst du zu den Coolen in deiner Klasse und hast viele Freunde. Aber in Wirklichkeit hasst du es, Aufmerksamkeit aufdich zu ziehen.

In deinen Träumen gehörst du zu den Coolen in deiner Klasse und hast viele Freunde. Aber in Wirklichkeit hasst du es, Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen und kannst soziale Kontakte selten wirklich genießen.

Dabei hat Schüchternheit durchaus ihre guten Seiten, denn zurückhaltende Menschen sind durchaus beliebt! Sie sind gute Zuhörer und sind sehr interessiert an ihrem Gegenüber. Auch denken sie oft, bevor sie reden, daher kommt viel weniger Blödsinn aus ihrem Mund als vielleicht bei anderen. Auch unterbrechen den anderen nicht im Gespräch und sind durchaus in der Lage, auch mal eine stille Pause im Gespräch auszuhalten.

Es ist sogar erwiesen, dass Mädchen, die schüchtern rot werden, wenn ein Junge sie anspricht, insgeheim besonders umschwärmt werden. Was dir klar sein sollte: Schüchternheit beginnt im Kopf. Daher ist es wichtig, deinen Gedanken und Ängsten vor einer Blamage etwas Positives entgegenzustellen. Das geht natürlich nur in kleinen Schritten, denn Selbstvertrauen gewinnt man nicht im Galopp, aber durch ein paar Tricks wirst du dich auf Dauer wohler fühlen.

So solltest du zum Beispiel einfach mal mehr lächeln, denn so wirkst du auf die anderen viel entspannter. Versuche auch, dich nicht ganz so ernst zu nehmen und deine Fehler und Schwächen gelassener zu nehmen. Es macht zudem keinen Sinn, dir Horrorszenarien auszumalen nach dem Motto: „Wenn ich ihm das jetzt sage, mag er mich nicht mehr“ oder „Wenn ich sie jetzt anspreche, denkt sie vielleicht, ich bin ein mieser Aufreißer“. Denn der beste Weg, Schüchternheit loszuwerden ist es, einfach mal ins kalte Wasser zu springen. Und wenn du dich mit anderen austauschst, probiere es einmal aus, nicht so viel über dich nachzudenken, sondern dich ganz auf den anderen zu konzentrieren. Wie fühlt er sich gerade? Stelle Fragen und gehe auf die Antworten deines Gegenübers ein. Wenn du etwas nicht verstanden hast, frage ruhig nach… so zeigst du ihm Interesse und lenkst dich selber von deiner Unsicherheit ab.

Und noch ein Tipp: Wenn du in eine Situation gerätst, in der du schüchtern sein könntest und in Stress gerätst, wackle einfach mit den Zehen! Das ist kein Scherz, sondern ein Trick, der gut funktioniert. Um deine Zehen aktiv zu halten, muss dein Gehirn etwas von seiner Energie und damit dem Stress abgeben. Das funktioniert aber nur, wenn du es ganz bewusst tust – probiere es einfach mal aus!

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