„Hier ist der Barren enger als in Kelmis“

Kids Cup

Alexandra, Alizée und Isabella gehören zu den Küken im Turnverein und dennoch waren sie stolz, dass sie jetzt ihr Können erstmals unter Beweis stellen durften. | Foto: Griseldis Cormann

Jedes Jahr organisiert der Turnverein Eupen (ETV) einen Turnwettkampf. Dann kommen 398 Jungen und Mädchen von drei bis zwölf Jahren aus der ganzen Region an den Stockbergerweg. Am letzten Sonntag waren auch Alexandra und Isabella Bisani und Alizée Veckes aus Eupen sowie Sumeja Mahmutovc und Lorin Sahin aus Kelmis dabei.

Von Griseldis Cormann

Die Tribünen waren voll. Viele Großeltern und Eltern schauten von dort aus zu, was die Mädchen und Jungen gelernt haben. Die Gruppe der fünf Mädchen aus Eupen und Kelmis startete um 14.30 Uhr. In ihrem Parcours mussten sie zehn Übungen absolvieren: Als allererstes liefen sie über de n Balken, der mehr als einen Meter über dem Boden lag und nur ein paar Zentimeter breit war.

Danach mussten sie zum Beispiel eine Rückwärts- und eine Vorwärtsrolle auf dem Boden machen oder im Slalom über eine Bank springen. Das alles war für die Mädchen kein Problem. Lorin (10) erzählt: „Ich turne seit vier Jahren. Am schwierigsten fand ich die Vorwärts- und Rückwärtsrolle am Barren.“ Dort hängen die Turner zwischen zwei Stangen und müssen dann die Rollen schaffen. Lorins Vereinskameradin Sumeja (9), die erst seit sechs Monaten turnt, ergänzt: „Im Training hat alles gut geklappt. Hier ist der Barren enger als in Kelmis.“ Die Mädchen waren sehr stolz, dass sie für alle anderen Übungen mit 4/5 oder 5/5 von der Jury bewertet wurden, sagte Trainerin Christel Tillmanns.

Viele dachten, dass die Eupener Mädchen einen Heimvorteil haben würden – das bestätigtie sich allerdings nicht: „Wir trainieren in der kleinen Halle hier nebenan“, erklären sie im Chor. Die Zwillingsschwestern Isabella und Alexandra (8) kommen einmal in der Woche zum Turnen. Alizée (8) nimmt sogar schon an zwei Trainingseinheiten pro Woche teil.

Zu den Übungen von Sonntag sagt Isabella (8): „Der Radschlag ist noch schwierig. Ich trainiere das gerade.“ Obwohl das mit dem Radschlag noch nicht so gut klappte, fand sie den Parcours trotzdem cool. Genauso wie Alexandra. Und Alizée fügte hinzu: „Es ist mein erster Wettkampf. Es hat richtig Spaß gemacht.“

Darum wollen auch alle Mädchen weiter Wettkämpfe bestreiten. Dabei haben sie ganz klare Ziele vor Augen: Sumeja möchte noch mehr trainieren, um keine Fehler mehr zu machen. Das will Lorin auch: „Ich übe im Moment den Überschlag“, erklärt sie. Die Eupener Mädchen wissen, dass sie irgendwann einmal am Stufenbarren von einer Stange zur anderen springen werden. Diese turnerische Leistung wollen sie auf jeden Fall schaffen.

Die Basis dafür ist gelegt und muss jetzt weiter gestärkt werden. Die Techniken, die sie sich in den kommenden Monaten aneignen, wollen sie beim nächsten Kids-Gym-Cup unter Beweis stellen. Die Mädchen wollen auf jeden Fall wieder mitmachen. Insgeheim hoffen sie natürlich, schon bald auch an anderen Wettbewerben teilnehmen zu dürfen.

Die Teilnehmer beim Kids-Gym-Cup waren zwischen drei und zwölf Jahre alt.
Bei manchen Übungen mussten sich die Kinder richtig ins Zeug legen.

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