Billy und der Bumerang

Freizeit

Josh Nicholls kennt sich super mit Bumerangs aus. | Foto: Subel Bhandari/dpa

Es gibt sie in verschiedenen Größen und Formen: Bumerangs sind in dem Land Australien total beliebt. Der achtjährige Billy lernt, wie die Wurfhölzer früher genutzt wurden und wie man sie richtig wirft.

Beim letzten Versuch landete der Bumerang am Hinterkopf seiner Mutter. „Deshalb hat sie mich hergebracht, um zu üben – damit ich sie nicht wieder treffe“, sagt Billy. Der Junge ist acht Jahre alt und lebt in dem Land Australien. An diesem Tag nimmt er am Bumerang-Kurs eines Museums teil, nicht weit vom Zentrum der Stadt Sydney entfernt. „Ich habe vier Bumerangs“, erzählt Billy. „Aber nicht alle Australier haben einen Bumerang zu Hause.“

Wenn man sie richtig wirft, fliegen sie in einer großen Kurve wieder zu einem zurück.

Trotzdem sind Bumerangs in dem großen Land weit verbreitet. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Formen. Das Besondere an ihnen: Wenn man sie richtig wirft, fliegen sie in einer großen Kurve wieder zu einem zurück. Schon vor langer Zeit benutzten die Ureinwohner Australiens die Wurfhölzer. Sie jagten damit kleinere und auch größere Tiere. Allerdings kamen diese Wurfhölzer nicht immer zurück, sagen Experten. Die Ureinwohner in Australien werden Aborigines genannt. Sie leben auf dem Kontinent seit vielen Tausend Jahren. Lange, bevor Menschen aus Europa Australien besiedelten. Viele Bumerangs sind mit kleinen Bildern und Zeichen verziert. Oft erzählen sie Geschichten über die Ureinwohner des Kontinents.

„Viele Aborigines nutzen Bumerangs immer noch“, sagt der Fachmann Josh Nicholls. Zum Jagen, oder nur zum Spaß. Josh Nicholls weiß nicht nur über die Geschichte der Wurfhölzer Bescheid. An diesem Tag geht es um die Frage: Wie wirft man so einen Bumerang am besten? „Einen Bumerang zu werfen ist verzwickt“, sagt er. „Wenn man es falsch macht, kannst du dir auch wehtun.“ Der Fachmann erklärt: Am besten hält man den Bumerang zwischen Daumen und Zeigefinger. „Dann lässt du den Bumerang mit einer schnellen Bewegung aus dem Handgelenk los.“ Allerdings sollte man ihn nicht einfach wie einen Stein werfen, sondern leicht andrehen. Billy wirft seine Bumerangs momentan am liebsten in einem Park, zusammen mit seiner jüngeren Schwester Jemma. Und immerhin: Bislang sei er noch nie getroffen worden, sagt Billy. Zuerst kam es beim Training darauf an, beim Werfen niemanden zu treffen. Billys Tipp: Nicht in der Nähe von anderen Leuten oder Bäumen werfen! Und: „Versuch nicht, ihn zu fangen.“ Nun übt Billy, dass der Bumerang zu ihm zurückkommt, wenn er ihn wirft. (dpa)

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