Theatergruppe „Fröhliche Runde“ Maldingen spendete 1.000 Euro für die Hilfsorganisation „Ärzte für Madagaskar“

Hilfsprojekt

Die Theatergruppe „Fröhliche Runde“ Maldingen spendete der Hilfsorganisation „Ärzte für Madagaskar“ 1.000 Euro für deren Hilfsprojekt. | Foto: privat

Theatertradition wird in Maldingen großgeschrieben, sodass zum Jahresbeginn mit dem Schwank „Kaviar und Currywurst“ erneut eine komödiantische Lachmuskelstrapaze auf der Agenda des Theatervereins „Fröhliche Runde“ stand.

Diesmal standen die insgesamt sieben bis auf den letzten Platz ausverkauften Vorführungen ganz im Zeichen der Einstufung. „Ja, wir haben es gewagt, unser Theater von einer Fachjury bewerten zu lassen. Es ging weniger um die Bewertung, als vielmehr um die Standortbestimmung, damit wir für die Zukunft vielleicht das eine oder andere verändern oder besser machen können“, erklärte Hansi Krings.

Und das Ergebnis ist selbstredend: Auf Anhieb gelang der „Fröhlichen Runde“ die Einstufung in die erste Kategorie, wobei die Punktzahl von 93 Prozent die dynamische Truppe, um Regisseur Bruno Lenges, sicherlich zum weiteren „Schauspielern“ ermuntern wird. Nach der gelungenen Vorstellungsserie trafen sich die Laiendarsteller vor einigen Tagen zu einem gemütlichen Abend, um die Saison Revue passieren zu lassen. Es ist auch schon fast zur Tradition geworden, dass die „Fröhliche Runde“ Mitmenschen an ihrem eigenen Erfolg teilhaben lässt.

So werden bereits seit Jahren diverse karitative Vereinigungen finanziell tatkräftig unterstützt. In diesem Jahr fiel die Wahl der Verantwortlichen der „Fröhlichen Runde“ auf die Vereinigung „Ärzte für Madagaskar“.

Die Vereinigung „Ärzte für Madagaskar“ wurde von deutschen Medizinern gegründet, die den erschreckenden Mangel an medizinischer Versorgung in Süd-Madagaskar, aber auch den beeindruckenden Einsatz und das Talent einiger madagassischer Kollegen erlebt hatten.

Um auch über Grenzen hinweg Unterstützer für ihre Arbeit in Madagaskar gewinnen zu können, wurden in Großbritannien und Luxemburg Schwestervereine gegründet. Und hier bekommt die Vereinigung mit Nadine Müller, der Nichte von Hansi Krings, auch ein regionales Gesicht. Die junge Ärztin ist Vorstandsmitglied von „Ärzte für Madagaskar“ und zugleich auch Vorsitzende des luxemburgischen Schwestervereins „Médecins pour Madagascar“. In beiden Vereinen ist sie in den Bereichen Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit aktiv.

Nach dem Abitur und Abschluss einer Ausbildung zur medizinisch-technischen Laborassistentin zog es die junge Luxemburgerin in die deutsche Hauptstadt, wo sie ihr Medizinstudium an der Charité Berlin absolvierte und im Anschluss für einen mehrmonatigen Aufenthalt als Labortechnikerin in Süd-Madagaskar aktiv war.

Berührt von der rudimentären, ländlichen Infrastruktur, der enormen Bedürftigkeit vieler Patienten und dem unermüdlichen Engagement der Vereinspartner in den Projektregionen vor Ort, engagierte sich die Ärztin seit ihrer Rückkehr für die Projektarbeit in Deutschland und Luxemburg.

Zusammen mit ihrem Freund, Dr. Julius Emmerich, verbringt Nadine Müller rund sechs Wochen pro Jahr in Madagaskar, um die dortige medizinische Versorgung zu verbessern, beziehungsweise aufzubauen. Beide Mediziner nutzten die Gelegenheit, den Laiendarstellern der „Fröhlichen Runde“ die Wesenheiten und Schwierigkeiten in Madagaskar anhand eines interessanten und aufschlussreichen Vortrags zu erläutern.

Die Theaterfreunde zeigten sich jedenfalls sehr beeindruckt und überreichten diesem ehrenwerten Hilfsprojekt einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro. Wiederum haben die „Moljer Künstler“ bewiesen, dass sie das Herz am rechten Fleck haben.

Die Fans fiebern sicherlich schon dem kommenden komödiantischen Geniestreich der Truppe entgegen.

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