Les Copains d’abord überzeugten mit frankofilem Flair im Alten Schlachthof

Konzertabend

Das Foto zeigt von links: Luc Brammertz, Roland Kransfeld, Ralph Beckers, Damien Mélard, Ewald Broichhausen, Marc Bontemps, Anne Bontemps, Léon Mélard, Lothar Schoonbroodt, Freddy Pötgen, Frank Niessen und Arnold François nach ihrem erfolgreichen Chanson-Konzertabend im Eupener Alten Schlachthof. | Foto: privat

Seit vier Monaten waren beide Konzerte bereits ausverkauft, und schon strömten die Gäste ab 19 Uhr in den Saal, um die besten Plätze zu ergattern.

Um Punkt 20 Uhr betraten die elf Musiker die Bühne im Alten Schlachthof Eupen und gaben mit „Les Feuilles Mortes“ gleich den Ton an. Es sollte ein Abend „à la Française“ werden, mit in all seinen Facetten: Fröhlichkeit, Tragik, Muße, Poesie und Leichtigkeit. Und mit viel Freude, vor allen Dingen musikalischer Spielfreude.

Die in 2017 gegründete Gruppe hat das aktuelle Repertoire bewusst aus dem unerschöpflichen Fundus der 1960er und 70er Jahre zusammengestellt. Mit Werken von Piaf und Brel, aber auch Bécaud, Brassens, Moustaki und anderen Künstlern.

Der rote Faden des Abends wurde gleich von Mitinitiator Marc Bontemps bekanntgegeben: „Stellen Sie sich vor, Sie sitzen gerade in Paris, auf Montmartre, die Sonne scheint, es riecht nach frischen Croissants und Pastis, und die Musik von „La Bohème“ ertönt ganze leise in Ihrer Nähe…“

Was dann folgte, war eine zweieinhalbstündige Reise durch die bekanntesten Chansons mit abwechselnder Gesangseinlage der vier Hauptstimmen. Léon Mélard – wahrhaftiger Connaisseur von Jacques Brel – brachte mit Verve und rauchiger Stimme die Lieder des belgischen Liedermachers gekonnt und gefühlsvoll rüber.

Sein Sohn Damien ließ den Schlachthof beben mit Liedern wie „La Corrida“ oder Bécauds „Nathalie“. Marc Bontemps sang Moustaki und Aznavour mit sehr viel Überzeugung und seine Tochter Anne setzte dem Ganzen die Krone auf. Sie fühlte sich wie zu Hause und verbreitete eine familiäre Atmosphäre.

Die Besucher wippten bei „Padam“, klatschten bei „Milord“ oder lauschten andächtig dem lyrischen und expressiv dramatischen Vortrag über die Straße des Lebens („Dans Ma Rue“), wo sie einmal die Engel davon tragen werden, interessant arrangiert mit E-Bass-Solo (Ralph Beckers) und jazzigem Nachspiel.

Alle Musiker hatten die Gelegenheit, ihr Talent unter Beweis zu stellen: Frank Niessen und Freddy Pötgen an den Keyboards, Ewald Broichhausen am Schlagzeug, Arnold François an der Posaune, Lothar Schoonbroodt und Marc Bontemps an Gitarre, Ukulele oder Mandoline, Ralph Beckers am E- und Kontrabass, der Akkordeon-Virtuose Roland Kransfeld und schließlich Luc Brammertz als „Special Guest“ des Abends. Eine Reihe hochkarätiger, hiesiger Musiker, auf die unsere Gegend stolz sein darf.

Mit Standing Ovation endeten dann beide Konzerte mit einem ausdrucksvollen „Non, je ne regrette rien“ von Edith Piaf, wo die von der Bühne kommenden Energie die Gäste regelrecht von den Sitzen riss. Auf dem Weg nach Haus werden die Menschen wohl mit diesem Gedanken verblieben sein: „Nein, ich bereue nichts…“

Das nächste Konzert der Band in unserem Gebiet findet statt am 31. Oktober im Kursaal Dolhain. Karten gibt es bei Zeitschriften Mattar (Carrefour/Rotenberg) oder online auf www.les-copains-dabord.bewww.les-copains-dabord.be

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