Hilfe für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung – Zu Besuch bei Barmherzigen Brüdern

Soziales

Die ostbelgische Delegation wurde angeführt von DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (vorne, Zweiter von links). | Foto: DG-Regierung

Gemeinsam mit einer Delegation ostbelgischer Fachexperten und Verantwortungsträger aus dem Bereich der mentalen Gesundheit besuchte DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) die BBT-Gruppe und zwei ihrer psychiatrischen Einrichtungen. Hintergrund des Besuchs ist das Ziel des Ministers, eine Vision der mentalen Gesundheit zu entwickeln. BBT steht für „Barmherzige Brüder Trier“ – eine im Jahre 1850 gegründete Ordensgemeinschaft, die sich über die Jahre hinweg zu einer Unternehmensgruppe mit etwa 80 Einrichtungen und mehr als 14.000 Mitarbeitern entwickelt hat.

Ein besonderes Augenmerk legt die Gruppe auf die Betreuung von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung. So werden auf einem alten Gutshof, dem Schönfelderhof, (in Zemmer, rund 20 Kilometer hinter Bitburg) bereits seit mehr als hundert Jahren Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet. Hier wird keineswegs die Beeinträchtigung in den Vordergrund gestellt, sondern vielmehr der Mensch mit seiner jeweiligen Besonderheit unterstützt. Dabei bietet der Hof über die Betreuung hinaus in seinem Einzugsgebiet auch ein flächendeckendes Wohnangebot an.

Um bestmögliche Perspektiven aufzuzeigen und eine sinnvolle Lebensgestaltung mit Hoffnung und Zuversicht zu ermöglichen, haben die Klienten die Möglichkeit unterschiedlichsten Beschäftigungsangeboten nachzugehen, die auf den jeweiligen Lebenskontext der Menschen ausgerichtet sind. Der Schönfelderhof besitzt jeweils eine eigene Holz- und Metallwerkstatt, eine Montage und Verpackungsabteilung, eine Wäscherei, eine Gärtnerei, eine Metzgerei, eine Bäckerei sowie einen eigenen Hofladen, in dem die Klienten unterschiedlichsten Tätigkeiten nachgehen.

Konkret handelt es sich dabei um vier vollstationäre Wohnplätze.

„Warum die BBT-Gruppe und insbesondere der Schönfelderhof über die Grenzen hinaus als Vorreiter in der Begleitung psychisch beeinträchtigten Menschen bekannt ist, wurde uns bei unserem Besuch recht schnell klar. Neben den erstklassigen Betreuungsangeboten wird hier Selbstbestimmung gelebt“, so Antoniadis über die gemachten Eindrücke.

Zweite Station der Ausfahrt war das Gemeindepsychiatrische Betreuungszentrum in Prüm (GPBZ), welches ebenfalls der BBT-Gruppe angeschlossen ist und eng mit dem Schönfelderhof zusammen arbeitet.

Hier ist ein intensiv betreutes Wohnangebot untergebracht, das Menschen bei der Auseinandersetzung mit ihren psychischen Erkrankungen unterstützt. Konkret handelt es sich dabei um vier vollstationäre Wohnplätze mit jeweils eigenem Zimmer und einem großen gemeinschaftlichen Wohn- und Essbereich sowie einer Gemeinschaftsküche.

Was die Wohngemeinschaft so besonders macht, sind ihre umfangreichen Hilfsangebote. So wird hier neben Einzel- und Gruppengesprächen großer Wert auf den Aufbau und die Gewinnung der Selbstständigkeit sowie die Entwicklung einer beruflichen Perspektive gelegt.

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