Herbstkonzert bringt belgische und deutsche Vereine zusammen

Harmonie

Die Musiker des Kgl. Musikvereins Zur Alten Linde Weywertz stellten beim Herbstkonzert in Monschau erneut in hervorragender Weise ihr Können unter Beweis. | Foto: Lothar Klinges

Während zwei Stunden begeisterten die Musiker und Sänger die Zuhörer am späten Sonntagnachmittag des 5. November mit zartfühlenden Balladen, unterhielten sie mit humorvollen Bläserstücken, begeisterten mit fetzig-peppigen Gesangsdarbietungen und ließen mit außergewöhnlichen Werken aufhorchen.

In der bis (fast) auf den letzten Platz gefüllten Aula des Monschauer St. Michael-Gymnasiums waren die Zuhörer voll des Lobes für den akustischen Genuss, der ihnen beim großen Herbstkonzert der Gemeinden Bütgenbach und Monschau geboten wurde.

Beide Gemeinden pflegen seit vielen Jahren eine Partnerschaft und Zusammenarbeit auf vielen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens.

Zum 35. Herbstkonzert, dem 21. gemeinsamen mit der Gemeinde Bütgenbach, konnte Monschaus Ortsvorsteher Georg Kaulen, in Vertretung für Bürgermeisterin Margareta Ritter, die Schöffen Charles Servaty, Paul Hermann, Petra Veithen und Daniel Franzen sowie ÖSHZ-Präsident Erwin Franzen begrüßen. Auf Monschauer Seite konnte er mehrere Ratsmitglieder, Ortsvorsteher und Verantwortliche der Verwaltung und Kultur willkommen heißen.

Tradition in der Zusammenarbeit beim Zusammenleben und Zusammenwachsen der Bevölkerung dies- und jenseits einer Grenze hat inzwischen das gemeinsame Herbstkonzert, an dem stets ein oder zwei musizierende Vereine aus der Gemeinde Bütgenbach mitwirken. Diesmal war das Konzertereignis mit dem Kgl. Musikverein Zur Alten Linde Weywertz, dem Trommler- und Pfeiferkorps Kalterherberg und dem Kirchenchor St. Peter und Pankratius Konzen hoch besetzt.

Zum Einstieg erlebten die Zuhörer mit dem bekannten Beitrag „The Liberty Bell“ aus der Feder von Johan Philipp Sousa ein Feuerwerk an spieltechnischer Brillanz des Kalterherberger Spielmannszuges unter der Leitung von Wolfgang Litt. Im Folgenden widmeten die Kalterherberger ihr Programm vorrangig der Musik aus England, Schottland, Spanien und Italien. Die Musiker kamen überdies bei einem Popsong, einem Gebet und beim „Böhmischen Traum“ voll zum Zuge.

Bei allen Werken, so auch bei der Zugabe, machte sich die langjährige ebenso beständige wie gezielte (Jugend-)Aufbauarbeit des Dirigenten bemerkbar, der stets bestrebt ist, die Musik auf ein höchst mögliches Niveau zu bringen.

In diesem Jahr hatten die 23 Sänger des Kirchenchors Konzen beim gemeinsamen Herbstkonzert zahlreiche vokale Delikatessen für die Zuschauer vorbereitet und wurden dabei hervorragend von Dirigent Helmut David am Klavier begleitet. Die Aufführungen des 1845 gegründeten Männerchors begannen mit dem Lied „Die Rose“, gefolgt von „Ach ich hab in meinem Herzen“ von Norbert Schultze und dem alten, irischen Volkslied „Die Rose von Tralee“. Die Beiträge wurden schwungvoll und erfrischend präsentiert.

Atemberaubend schön gesungen, mitreißend und temperamentvoll und richtig ins Herz gehend wurde der weltbekannte Zungenbrecher „Der Spielmann“ und einem Lied über den Rhein. Einen Höhepunkt bildete zweifellos das russische Volkslied „Kalinka“ unter Verwendung einer alten Melodie, gefolgt von „Aus der Traube in die Tonn“ von Theobald Kerner.

Im zweiten Teil des Monschauer Herbstkonzertes präsentierte der Kgl. Musikverein Zur alten Linde Weywertz, unter der Leitung von Harmen Vanhoorne, Musikbeiträge aus ihrem aktuellen Programm. In den facettenreichen Darbietungen Weywertzer Musikvereins durfte die Musik vom Jahreskonzert Ende Oktober nicht fehlen.

Diese Beiträge wie „Folk Dances“, „Angels in The Architecture“ und „Will there be litht?“ bereiteten den Musikern sichtlich Freude und stellten in hervorragender Weise das Können des Orchesters erneut unter Beweis.

Die zahlreichen Zuhörer von dies- und jenseits der Grenze brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, da die drei Vereine mit einem beachtlichen musikalischen und gesanglichen Repertoire aufwarteten und damit die ungezwungene Freundschaft zwischen beiden Nachbargemeinden vertieften.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.