Bei den „Königlichen“ Lichtenbuscher Hubertus-Schützen ging es „Kaiserlich“ zu

Königsschießen

Die Lichtenbuscher Hubertus-Schützen mit Kaiser Freddy Doum und Gattin (Mitte) sowie die Mitglieder des Lichtenbuscher Spielmannszuges. | Foto: Günther Sander

Dass eine Schützenkirmes auch ohne Schützenkönig schön und erfolgreich verlaufen kann, bewies an zwei Tagen in der Schützenhalle die Kgl. St.-Hubertus-Schützenbruderschaft.
Es ging sogar „Kaiserlich“ zu, denn Präsident Freddy Doum, gleichzeitig auch Schützenkaiser und seit einigen Wochen auch neuer Bundeskönig beim 41. Bundesfest des Schützenbundes Raeren, wartete mit einem traditionellen Kaiserball auf.
Wie berichtet, gab es in der 132-jährigen Geschichte der Bruderschaft in diesem Jahr erstmals „keinen Schützenkönig.“ Es mangelte an Kandidaten, stimmte ein wenig traurig, konnte aber die Freude dennoch nicht trüben. Dafür schickten sich die „Könige der Könige“ an, unter sich einen neuen König zu ermitteln.
Samstag war es so weit, die Schießanlage stand im Fokus eines spannenden Wettbewerbs. Dann war plötzlich Ende, ein Gewitterschauer zwang zur Aufgabe. „Wir werden das am Sonntag nachholen“, so Freddy Doum. Daraus wurde wieder nichts, nur drei Bewerber zeigten Interesse. Der Wettbewerb fand in diesem Jahr nicht statt. Also auch keinen „König der Könige“. Das Bürgerschießen sicherte sich Willi Cool.
Am Abend stand der Kaiserball auf dem Programm. Lichtenbuschs Schützenkaiser Freddy Doum hatte geladen, Gäste, Bruderschaften und Vereine waren seiner Einladung gefolgt. Eine willkommene Gelegenheit, bei diesem kaiserlichen Spartakel verdiente Mitglieder zu ehren und auszuzeichnen.
Dieser Aufgabe kam Freddy Doum in seiner Funktion als erster Vorsitzender und Präsident der Bruderschaft gerne nach. Er verlieh Karla Kohl für ihre 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft und langjährige Tätigkeit als Schießmeisterin die silberne Vereinsnadel. Diese bekam auch Lars Buch ausgehändigt.
Hermann Tost, stellvertretender Bundesmeister des Grenzlandschützenbundes Aachen-Land-Süd, zeichnete Wolfgang Handschur für seine langjährige Zugehörigkeit bei den Lichtenbuscher Schützen mit dem silbernen Verdienstkreuz aus. Lobende Worte und reichlich Beifall gab es für die Geehrten. Nach so viel Offiziellem durften Tanz und Unterhaltung nicht fehlen. In bewährter Manier sorgte Alleinunterhalter Walter Spiller für den nötigen musikalischen Schwung.
Und es durfte herzhaft gelacht werden: Schützenbruder Sebastian König (Stefan van den Eertwegh) war ein Garant dafür. Sein Vortrag fand großen Anklang und reichlich Applaus.
Am Sonntag fanden eine Messfeier in der Pfarrkirche Lichtenbusch, eine Kranzniederlegung und ein zünftiger Frühschoppen in der Schützenhalle statt. Am Nachmittag lockte das große Kuchenbüfett die hungrigen Gäste an die Theke, um sich die leckeren Sachen nicht entgehen zu lassen.
Bilanz des Präsidenten Freddy Doum: „Es klappte auch ohne neuen Schützenkönig. Ich hoffe aber, dass das wir im nächsten Jahr wieder eine Majestät präsentieren können.“ Die gehöre einfach zu den Schützen. Aber er hätte sich eine größere Resonanz gewünscht. „Es wird alles weniger“, bedauerte er.

 

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