Nachtnotizen: Heiße Luft und tote Hose

Kolumne

Von Freddy Derwahl, freier Schriftsteller

Die DG beschäftigt eine stattliche Zahl Öffentlichkeitsarbeiter, Pressesprecher und Kommunikationsbeamte, die sich gewiss bemühen, in der Wüste von Kaum-Ereignissen einen tapferen Job zu machen. Doch fällt es verdammt schwer. Abgesehen von Harmlosigkeiten unterliegen ihre Texte, Slogans und Entwürfe einer politischen Aufsicht: Sie haben dem Großenganzen

Sie möchten den kompletten Artikel lesen?

REGISTRIERUNG für neue Nutzer

Neu hier? Testen Sie 14 Tage lang unser Angebot kostenlos und unverbindlich, indem Sie sich registrieren
Registrieren
  1. „Doch so paradox es klingen mag, die DG braucht öffentliche Schriftzüge, Schlagworte und Botschaften. Das alles in einem möglichst flotten Design, in einer Sprache und in Bildern, die ankommen.“

    In einem möglichst flotten Design, so wie das der Weihnachtskarten, die „Ostbelgien“ kürzlich verteilte, in vier Sprachen, man ist ja polyglott.
    In vier Sprachen „Fröhliche Weihnachten“ auf grünem Untergrund, „das kann nicht jeder.“ Das kommt an…

    „So war das DG-Wappen als viertes Föderalsymbol bei der Eidesleistung von König Philippe, mit Werbegeldern nicht zu bezahlen.“

    Ob sich im In- und Ausland wohl noch jemand an dieses Wappen erinnert? Wann erscheint dann endlich mal der Schriftzug „Belgien“ neben „België“ und Belgique“ bei den Pressekonferenzen der Föderalregierung? Gab es nicht mal eine Resolution zum „Respekt vor der deutschen Sprache“?

    Noch ein Nachtrag zu der vorigen Nachtnotiz „Titanic“, die leider nicht als Artikel abrufbar war und also nicht kommentiert werden konnte.

    „Sie rast, wie das Schiff 1912 in der Nord-West-Passage vor Grönland, geradeaus darauf zu.“ So Herr Derwahl.

    Nun „raste“ die Titanic aber nicht durch die Nordwestpassage, die damals noch völlig unpassierbar war. Es handelt sich nämlich um den Seeweg durch das Polarmeer oben um Kanada herum. Die Titanic war auch nicht vor Grönland unterwegs, sondern sank in der Nähe von Neufundland, auf dem Weg nach New York. So viel Faktentreue muss sein.

Kommentare sind geschlossen.