Weg frei für teurere Krankenhausversicherung

Gesundheitsversorgung

Zur möglichen Erhöhung der Versicherungsprämien für Krankenhausaufenthalte, ambulante und zahnärztliche Behandlungen  (GE vom 10.8.) schreibt Ferdi Leusch aus Hauset:

Zur den im Herbst drohenden Erhöhungen der Krankenhausversicherungen und höherer Eigenbeteiligung bei zahnärztlicher Behandlung möchte ich auf folgendes aufmerksam machen:

Zunächst möchte ich auf eine für den Patienten erhebliche Eigenbeteiligung hinweisen, wovon in den Medien nur selten geredet wird, nämlich die Eigenbeteiligung für Fachärzte, die nicht tariflich gebunden sind. Schon jeder Versicherer hat sicherlich schon erstaunt festgestellt, dass diese ab 30 % aufwärts mehr fragen als der Basisbetrag, auf den die Krankenkasse die Visite zurückerstattet. Es gibt aber auch die Kategorie Fachärzte, die das Tarifabkommen teilweise unterschrieben haben. Diese halten sich z. Bsp. für erbrachte Leistungen im Krankenhaus an die vorgesehenen Tarife, während sie sich in Ihren Praxen außerhalb des Krankenhauses nicht daran zu halten haben.

Die einzige probate Auswegmöglichkeit wurde uns Ostbelgiern dann durch die Abschaffung des IZOM-Abkommens genommen. Die Monopolstellung der hiesigen Fachärzte wurde dadurch noch einmal erheblich verstärkt und dies zulasten der Versicherer.

Gleichzeitig erleben wir, dass der Zugang zum Arztberuf trotz akuten Mangels in allen Bereichen durch zweifelhafte Aufnahmeprüfungen und LIKIV-Zulassungsblockaden erheblich erschwert wird. Wer mag wohl dahinter stecken? Ein Schelm, der Böses dabei denkt …

Noch ein Wort zur angekündigten Erhöhung der ambulanten und zahnärztlichen Versorgung der Kategorie 0 bis 20 Jahre um sage und schreibe bis zu 23 Prozent: Dies trifft in erster Linie die Familien, die schon genug Lasten zu tragen haben und hier zusätzlich zur Kasse gebeten werden.

Ich betone, die Familien, die ja alle Parteien im Visier haben und die ja, da sind sich ja alle scheinbar einig, entlastet werden sollen …

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