Wasser in der Gemeinde Bütgenbach

Kommunalpolitik

Zu „Labor ließ einige Wasseranalysen aus“ (GE vom 03.02.2018, Seite 14) schreibt das Bütgenbacher Gemeinderatsmitglied Edgar Fink:

Seitens des Labors wurden für die Monate Juli, Oktober und November 2016 keine Blei- und Nickelanalysen für die Ortschaft Elsenborn durchgeführt. Eigenartig, dass die Gemeinde Monate später darauf reagierte und dem Labor erst am 04.01.2017 ein entsprechendes Schreiben zukommen ließ.

Laut Labor hätte die Gemeinde den Fehler nämlich umgehend nach Erhalt der jeweiligen Monatsanalysen melden müssen, damit die vergessenen Analysen sofort nachgeholt worden wären. Aber wäre das im Interesse der Mehrheit gewesen? Tönten doch damals alle, beim Bürgermeister angefangen über den überforderten Wasserschöffen bis hin zum jetzt designierten Bürgermeisterkandidaten Franzen, „Das Elsenborner Wasser ist gut und in Ordnung“! Sogar bei der jährlichen Statistikerstellung ignorierte man die betreffenden Monate und ließ sowohl den Gemeinderat als auch die Bevölkerung im Glauben, die Qualität des Trinkwassers wäre gesetzeskonform und gut.

Auf meine schriftliche Frage musste das Kollegium nunmehr zugeben, dass der Gemeinde für besagte Monate sehr wohl offizielle Analyseergebnisse für Nickel und Blei vorlagen. Sie kamen auch nicht umhin zuzugeben, dass dabei die gesetzlich zulässigen Höchstwerte teils erheblich überschritten wurden. Nachstehend auszugsweise einige der seitens der Gemeinde nicht veröffentlichten überhöhten Werte.

12.10.2016 Nickelwert Ausgangsleitung Wasserturm 1.412 µg/l.

27.10.2016 Nickelwert Ausgangsleitung Wasserturm 338 µg/l.

12.10.2016 Bleiwert Ausgangsleitung Wasserturm 266 µg/l.

09.11.2016 Bleiwert Wasserturm 68 µg/l.

Zur Info: Der zulässige Höchstwert im Trinkwasser für Blei beträgt 10µg/l und für Nickel 20µg/l. Jeder kann diese überhöhten Werte bei der Gemeinde einsehen.

Kommentare sind geschlossen.