Und sie machen uns doch kaputt

Lokales

Mit dem neuen Jugenddekret machen Sie, Frau Ministerin, die gewachsenen Strukturen in der Gemeinde Raeren doch kaputt, weil Sie drei Jugendzentren zu einer Fusion zwingen. Während der letzten 30 bis 40 Jahre haben sich Hunderte von Ehrenamtlichen eingesetzt und die drei Jugendzentren mit den jeweiligen Bedürfnissen ihrer Zeit angepasst und so einen wichtigen Beitrag zur Jugendarbeit geleistet. Inwieweit mit dem neuen Jugenddekret die augenblicklich inhaltliche Arbeit unserer Jugendzentren kaputtgemacht wird, können wir im Moment nicht sagen, denn diese wird zu einem großen Teil von der Regierung bestimmt. Und zwar durch den verabschiedeten allgemeinen Strategieplan und das von der Regierung genehmigte kommunale Jugendkonzept. Dies ist für uns im wahrsten Sinne des Wortes eine Verstaatlichung der Jugendarbeit. Sie haben nicht die besseren Argumente, wie Sie im Grenz-Echo behaupten, sondern Sie haben einfach nur mehr Macht als die drei Verwaltungsräte in Raeren, die Sie benutzen, um uns zu disqualifizieren. Wir zitieren Sie: »Macht, was ihr wollt, aber in Raeren bitte nichts ändern. Wer so argumentiert, hat sich selbst noch nie infrage gestellt und arbeitet entweder ohne Ziele oder mit den falschen«, und weiter: »Diese Frage scheint man sich bei den Verantwortlichen nicht wirklich stellen zu wollen. Das ist nicht zeitgemäß.« Wir haben Ihnen, Frau Ministerin, einen ausgearbeiteten Alternativvorschlag zugesandt, aber bisher haben wir darauf keine Reaktion erfahren. Wir sind aber weiterhin bereit, eine konstruktive und sachliche Diskussion zu führen, um gemeinsam nach einer Lösung für alle Beteiligten zu suchen, zum Wohle aller Jugendlichen und Ehrenamtlichen.

Andre Britz, Jugendheim Hauset Stephan Ries, Jugendheim Raeren Josef Croe, Jugendtreff Inside

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