„Mutter aller Probleme sind unsere Kriege“

Migration

Zum GE-Bericht vom 7. September 2019 schreibt Kurt Lennartz aus Aachen:

Wenn Herr Seehofer glaubt, die „Mutter aller politischen Probleme“ in der Migrationsfrage und bei flüchtenden Menschen gefunden zu haben, sollte er seine Analyse zu Ende denken. Zumindest bis hin zu den wirklichen Ursachen: Nämlich den Gründen, warum denn überhaupt Millionen Menschen geflohen sind. Nein „ die „Mutter aller Probleme“ sind – zu Ende gedacht – tatsächlich eher „unsere“ Kriege in Somalia, Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen und Syrien. „Unsere“ Kriege deshalb, weil entweder mit fadenscheinigen Kriegsrechtfertigungen Erdölquellen in den Besitz westlicher Konzerne gebracht, geostrategische Machtinteressen gesichert oder zumindest über immer neue Umsatzrekorde der Rüstungsindustrie die Taschen der Aktionäre gefüllt wurden.

Dass es Herrn Seehofer und anderen Rechtspopulisten erfolgreich gelingt, flüchtende Menschen als „Mutter aller politischen Probleme“ hinzustellen, liegt letztendlich nur daran, dass die Bomben und Drohnen der letzten Jahrzehnte nicht über unseren Köpfen detoniert sind, sondern über Menschen, die wir nicht kennen.

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