IZOM und kein Ende (2)

Gesundheit

Zum Ende des IZOM-Abkommens zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung (siehe dazu auch Teil 1, im GE vom 29. Dezember, Seite 2) schreibt Marlene Backes aus Atzerath:

So wie mein Mann sind in den letzten Jahren viele Patienten, vor allem aus dem Norden der DG, zum Klinikum oder einem anderen Krankenhaus nach Deutschland gegangen und wurden dort gegen Vorzeigen einer IZOM-Karte wie deutsche Privatpatienten behandelt.

Warum? Weil die medizinische Versorgung dort besser ist? Weil sie Medikamente kostenlos erhalten? Weil der Patient KEINE Rechnung erhält? Oder weil es nur dort den betreffenden Facharzt gibt?

Mittlerweile muss doch auch Ihnen bekannt sein, dass sowohl Fachärzte als auch Kines auch gegen IZOM mobil gemacht haben, nicht nur Maggie De Block und das Landesinstitut Likiv. Wenn die Kosten von drei bis vier Millionen auf sieben Millionen ansteigen, muss doch eine politisch verantwortliche Person nachschauen, wo diese Steigerung herrührt. Oder? So wurde eben dieser Missbrauch von Diensten entdeckt, dies auf Kosten der belgischen Steuerzahler und vor allem auf Kosten wirklich kranker Menschen.

Wie kann z. B. das Krankenhaus in Eupen erhalten werden, wenn trotz Vorhandensein von Fachärzten nach Deutschland abgewandert wird? Parteiübergreifend setzten sich ja alle für den Erhalt des Krankenhauses ein. Wenn es die Krankheit verlangt, sei es für notwendige Medikamente oder für eine spezifische Behandlung, muss es zukünftig in Europa möglich sein und bleiben, einen Arzt in der EU zu konsultieren. Ein IZOM, wie in meinem ersten Leserbrief beschrieben, wird es nicht mehr geben.

Denn niemand, Herr Völl, kann Missbrauch gut finden! Die Ostbelgien-Regelung ist nicht perfekt, aber sicher ist sie ein wichtiger erster Schritt. Eine grenzüberschreitende medizinische Versorgung – vor allem auch für sprachliche Minderheiten – zu garantieren, ist die Aufgabe der föderalen Gesundheitsministerin in Zusammenarbeit mit allen zuständigen Diensten, den Krankenkassen und allen Politikern in Ostbelgien.

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