IZOM und kein Ende

Gesundheit

Zum Ende der IZOM-Vereinbarung zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung schreibt Marlene Backes aus Atzerath:

Sehr geehrter Herr Völl, seit einem halben Jahr bombardieren Sie die GrenzEcho-Leser mit Ihrer Sicht zu IZOM, und dies in einer Sprache, die es nicht verdient, veröffentlicht zu werden! Mittlerweile haben dennoch die Bürger der DG erfahren und auch begriffen, warum IZOM abgeschafft wurde: Missbrauch ist der Grund! Wir Deutschsprachigen erhielten eine Vergünstigung, ohne eigene Beitragszahlung und auf Kosten wirklich kranker Menschen. Das Landesinstitut Likiv hat diesem Missbrauch ein Ende bereitet! Schlimm ist, dass nun die wirklich Kranken, die besonderen medizinischen Fälle, im Wirrwarr des Übergangs der Regelung nun leiden. Dies merken Sie ja auch mit Recht in Ihren Leserbriefen an.

Folgendes habe ich persönlich erlebt: Mein Mann wurde seitens der Onkologie in Eupen im Juni 2013 für zwei Tage nach Aachen überwiesen, weil dort ein Medikament schon erlaubt war, was in Belgien noch in der Testphase war. Wir haben nur 20€ „Eintrittsgeld“ bezahlt. Als sein Gesundheitszustand sich im August verschlechterte, kam er wieder nach Aachen. Nach vier Tagen ist er dann dort auf der Intensivstation gestorben. Ich habe auf die Rechnung gewartet. Es kam keine!

So habe ich mich dann im Klinikum nach dem Warum erkundigt. Dort wurde mir gesagt, dass dies mit dem Likiv (und dem belgischen Staat) und der AOK geregelt sei. Wäre mein Mann in einem belgischen Krankenhaus gestorben, hätte ich meinen Anteil bezahlen müssen. Mit der IZOM-Regelung erhielten wir für eine einmalige Zahlung von 20 Euro die gleichen Vorteile wie ein deutscher AOK-Privatpatient, der so 500 bis 600Euro monatlich an Beitrag zahlt (wie mir deutsche Verwandte mitteilen).

Kommentare sind geschlossen.