IZOM-Abkommen

Gesundheit

Zum Leserbrief bezüglich Abschaffung IZOM/Grenzüberschreitende Gesundheitspolitik schreibt Martin Röhn aus Kelmis:

Die Wahl, einen Arzt im benachbarten Deutschland zu besuchen, hat meistens nichts damit zu tun, dass sie vielleicht besser sind, sondern geschieht eventuell aus der Gewohnheit oder sprachbedingt heraus, oder weil man Jahrzehnte in Deutschland gearbeitet hat und aufgrund dessen die Gesundheitsfürsorge dort in Anspruch genommen hat.

Diese Möglichkeit mit der Abschaffung des IZOM-Abkommens zu beschneiden, halte ich für sehr bedenklich für die Betroffenen und als ein Armutszeugnis für diejenigen, die es abgeschafft haben. Sich von einem bisher gewohnten Arzt weiter behandeln zu lassen, trägt wesentlich dazu bei, schneller zu gesunden.

Im Gegensatz dazu komme ich mir diesbezüglich jetzt vor, an einer Zonengrenze mit Schlagbaum zu wohnen, und fühle mich deshalb (gesundheitlich) gar nicht mehr gut versorgt. Dass die Patienten, die sich in Deutschland behandeln ließen, gar nichts „vorschießen“ mussten, lag nicht an ihnen, sondern am ausgehandelten Abkommen. Ich hätte gerne damals meine Anteile bezahlt, so wie es ja auch hier in Belgien vorgesehen ist. Das ist nicht mehr als fair.

Es ist unglaublich im Jahre 2018, dass für die Regelung dieses Mangels (keine Fortsetzung des IZOM) von den verantwortlichen Leuten kein für alle annehmbares Abkommen geschaffen wird. Wollen wir hoffen, dass es den Ostbelgiern nicht bald verboten bzw. unmöglich gemacht wird, auch deutsche TV-Sender zu verfolgen.

Kommentare sind geschlossen.