In Sachen Krankenhaus und Bündelung der Kräfte

Gesundheitspolitik

Zu einem Leserbrief von Marc Van Houtte (siehe GrenzEcho von Freitag, 7. Dezember, Seite 2), schreibt Gesundheitsminister Antonios Antoniadis:

Werter Herr Van Houtte, schade, dass Sie durch Falschinformation versuchen, die Bevölkerung zu verunsichern. Als Christlich-Sozialer sollten Sie an der Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in Ostbelgien mitwirken. Wenn Sie die Arbeit der Regierung seit 2014 korrekt verfolgt hätten, wüssten Sie, dass wir uns dafür einsetzen, dass die beiden Krankenhäuser gemeinsame Dienste wie Labor, Informatik und Apotheke gründen. Hier spielt es keine Rolle, wo sie angesiedelt sind. Der Patient aus Kelmis muss dafür nicht nach St. Vith.

Wir plädieren zudem für eine Mobilität der Ärzte – nicht der Patienten. Seit Jahren arbeiten wir an der Absicherung unserer Krankenhäuser. Das ist nicht einfach, da der Föderalstaat zuständig ist. Trotzdem gelingt es uns, wichtige Dienstleistungen auszubauen. Wir finanzieren die Infrastruktur inzwischen zu 80 Prozent. Deshalb wird im St. Nikolaus-Hospital endlich gebaut (13 Millionen Euro)! Ich habe das MRT-Gerät nach Eupen geholt, was vorher als unmöglich galt. Das ist gut für Patienten, Ärzte und die Finanzen des Hauses.

Durch ein beschleunigtes Verfahren werden neue Ärzte anerkannt. Das St. Nikolaus-Hospital konnte dank des Engagements des Chefarztes viele neue Ärzte aus Deutschland gewinnen. Weitere folgen. Wir haben in Zusammenarbeit mit den Flamen die Inspektion professionalisiert, um die Qualität der Pflege zu erhöhen. Wir haben Hunderttausende Euro in die Absicherung der Standorte investiert. Alle diese Maßnahmen können nur optimal greifen, wenn beide Krankenhäuser den Weg gemeinsam gehen. Daran sollten wir alle – über Parteigrenzen hinweg – zusammenarbeiten. Die Gesundheit der Ostbelgier ist zu wichtig, um Mehrheit vs. Opposition zu spielen.

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