Grenzüberschreitende Gesundheitsfürsorge

Krankenhauspolitik

Zum Besuch von König Philippe und der Gesundheitspolitik schreibt Serge Peerboom aus Kettenis:

Im Mittelpunkt des Austausches mit dem Königspaar im Krankenhaus St.Vith stand unter anderem die grenzüberschreitende Gesundheitsfürsorge. Wie erstaunlich doch die Aussage einer Patientin aus Deutschland, wie leicht und unbürokratisch es doch für die grenznahen Deutschen ist, im Krankenhaus St.Vith zu entbinden. Ein Musterbeispiel für eine funktionierende EU zugunsten unserer deutschen Nachbarn. Für die französischen und niederländischen Grenzgänger gibt es ähnliche Regelungen, um sich ohne große bürokratische Hürden in Belgien oder Deutschland behandeln zu lassen.

Eine Ohrfeige für die Ostbelgier nach der Abschaffung von IZOM, die von nun an einen beschwerlichen Weg gehen müssen, um sich einer Behandlung in einer Klinik im grenznahen Deutschland zu unterziehen.

Profitorientiertes Handeln der Krankenhäuser? Jetzt noch eine Polyklinik des Hospitals Eupen in Kelmis, was für Kelmis und Umgebung sicher eine gute Sache und innovativ ist. Doch muss man jetzt noch länger auf einen Termin bei unseren Fachärzten im Hospital Eupen warten?

Ich stelle mir nur Fragen und vor allem die Frage, warum wir dem Königspaar stolz vorzeigen, wie gut die grenzüberschreitende Gesundheitsfürsorge in die eine Richtung funktioniert, aber vorenthalten, wie dem guten Funktionieren in die andere Richtung ein Ende gesetzt wurde.

  1. Na ja, Herr Peerboom,
    Gewisse belgische bzw. ostbelgische Lobbys sehen es überhaupt nicht gerne, wenn die hiesigen Patienten sich im benachbarten Aachen, in der eigenen Muttersprache, von einem Arzt ihres Vertrauens, behandeln lassen! Medizin und Gesundheit sind mittlerweile ein Geschäft geworden. Da muss die Konkurrenz eben mit allen Mitteln ausgeschaltet werden, auf Kosten des Bürgers natürlich!

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