Gott und sein Image

Religion

Zu Gott und seinem Image: schreibt Pater Joseph Meyers, Ouagadougou:

Erste Feststellung: Außer dem Christentum sehe ich keine Weltreligion, welche Gott bildlich darstellt.

Gott ist Geist oder wie die Bibel sagt: Keiner hat Gott je gesehen.

Die zweite Feststellung: Auch das Judentum, aus welchem – wie bekannt – das Christentum stammt, hat sich bis heute geweigert (siehe Moses am Berg Sinaï) Jawhe bildlich darzustellen.

Bildliche Darstellungen Gottes (Vater) werden erst weiß durch das römische Imperium und der damit verbundenen weißen Hautfarbe (siehe der nackige weiße Adam und der uralte Opa des Leonardo Da Vinci). Urbild eines weißen Gottes verkörpert in der spanischen (Süd-Amerika) englischen (Asien) französischen Afrika) belgischen (Zaire) Kolonialmacht. Wäre rein spekulativ das Judenvolk chinesisch gewesen, hätten die Künstler den Petrusdom wohl in Peking „„bepinseln“ können oder wäre das auserwählte Volk negroïd gewesen, sähen die Engel der Wieskirche anders aus.

Mich würde dies kaum stören, denn Jesus hat Religion gelehrt und keinen Rassismus, was man leider in Rom und anderswo oft vergessen hat.

Man stelle sich den Aufschrei vieler vor, wenn der nächste Papst (rein statistisch von der Anzahl der schwarzen Kardinäle denkbar) ein Schwarzer wäre.

Da wir jedoch, wie es im Kirchenlied heißt, im wahren Christentum waren und sind, dürfte dies „Blödsinn“ sein.

  1. „Man stelle sich den Aufschrei vieler vor, wenn der nächste Papst (rein statistisch von der Anzahl der schwarzen Kardinäle denkbar) ein Schwarzer wäre.
    Da wir jedoch, wie es im Kirchenlied heißt, im wahren Christentum waren und sind, dürfte dies „Blödsinn“ sein.“

    Warum so kleinmütig, Herr Pater Meyers? Sie sollten doch wirklich etwas mehr Gottvertrauen haben.
    Während Jahrhunderten musste der Papst immer ein Italiener sein, bis mit Johannes Paul II. ein Pole (Ein Schock für die Italiener), danach mit Benedikt ein Deutscher (!) kam, und jetzt ein Argentinier „dran“ ist.

    Nachdem die USA mit ihrer unterschwellig noch immer anzutreffenden Rassendiskriminierung einen Schwarzen, auch wenn er nur ein halber ist, zum Präsidenten gewählt haben, dürfte auch in der katholischen Kirche der Weg frei sein für einen Afrikaner als Papst.

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