Die Baumann!

Kulturförderung

Als Antwort auf den GrenzEcho-Artikel vom 6. Juli, Seite 11) schreibt Bruno Kartheuser aus Neundorf:

Es ärgert mich, dass Frau Baumann im St.Vither Stadtrat lügt, wenn sie von sich gibt, „Krautgarten“ hätte nie einen Antrag auf Unterstützung eingereicht. Lassen wir mal das Ärgernis beiseite, dass Frau Baumann ohne Ortskenntnis, Bodenhaftung und Kulturfeeling über lange Jahre als Kulturschöffin in St.Vith verwendet wurde. Ok, das entspricht der landläufigen Verachtung für kreative Kultur, und es passte durchaus ins großherrliche Kringskonzept, demzufolge 20 schweigende Ja-Nicker über zwei Legislaturen für eine umfassende Gemeindepolitik ausreichten. Zur Sache: An einem kalten Januartag saß ich dem Herrn Krings im Rathaus gegenüber, und während er telefonisch die Schneepflüge regelte, brachte ich mein schüchternes Anliegen vor: dass jetzt nach dem Abgang des Niermann-Boys Paasch und mit Antritt der Frau Baumann auch wieder eine Förderung des „Krautgarten“ möglich würde. Ich schrieb der neuen Schöffin. Doch diese durfte nicht selber antworten, das nahm der Bürgermeister auf sich, indem er wie zum Spott ein Almosen in Aussicht stellte. Die ansonsten generös von der Krings-Gemeinde Geförderten reichten von hoch oben Agora bis unten zum letzten Kaninchenzuchtverein. Wenn diese Dame sagt, „Krautgarten“ sei regional und daher einen Gemeindebatzen nicht wert gewesen, wieso durfte dann Agora sich fett fressen an Subsidien, eine Truppe, die in einem weit höheren Maße „überregional“ funktioniert hat? Ich meine, die Dame ist nicht ehrlich und war zu allem Überdruss unsensibel für Kultur – wie übrigens ihre Kollegin in der Eupener Regierung. Ja, einverstanden, sie durfte „Krautgarten“ verachten – ein Blatt, das immerhin auf dem Alphabet beruhte! –, aber lügen, das dürfte sie nicht. 

  1. „und während er telefonisch die Schneepflüge regelte, brachte ich mein schüchternes Anliegen vor: “

    „Schüchtern“(*)?

    So kennt man dich aber gar nicht, lieber Bruno.

    In den Zeiten von Paasch, Dries und Niermann konntest du ganz rigoros zur Sache gehen und nahmst nie ein Blatt vor den Mund, was du ja auch hier wieder nicht tust.

    Du erinnerst dich sicher auch an die kleine Privatfehde, die wir beide schon vor einiger Zeit per Brief und Mail ausgefochten haben. Da warst du alles andere als „schüchtern“.

    (*) Bedeutung laut DUDEN:
    – scheu, zurückhaltend, anderen gegenüber gehemmt
    – nur vorsichtig, zaghaft [sich äußernd] in Erscheinung tretend

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