Baumverstümmelung scheinbar unvermeidlich

Umwelt

Zu Baumbeschneidungen in Valender schreibt Beatrice Schäfer aus Rocherath:

Gebt ihnen eine Motorsäge in die Hand und sie sind nicht aufzuhalten! Das Männerspielzeug schlechthin wird hierzulande häufig gerne auch von Gemeindearbeitern zur „Landschaftspflege“ eingesetzt.

Ein Beispiel jüngster Baumbeschneidung entbehrt allerdings wohl wieder einmal jeglicher Logik! Die grundlose Verstümmelung darf sich jeder Bürger, der Umleitung von Valender kommend Richtung St.Vith, aus nächster Nähe betrachten. Grundlos, da weit und breit kein Strommast, kein Kabel in Sicht. Dabei dürften sich die Gemeindeväter doch durchaus ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Wundern wir uns also nicht, wenn zum Frühjahr hin nun zahlreiche fleißige Eifler dem Beispiel folgen und auf ihren Feldern und Grundstücken mal ordentlich an Baum- und Strauchzeug aufräumen.

Möchtest du einen Gabelstapler fahren, ist mittlerweile ein Führerschein von Nöten. Baum- und Landschaftspflege muss allerdings nicht gelernt werden, das wird uns anscheinend in die Wiege gelegt. Dabei leisten die Meister der Statik (jawohl) Unglaubliches, um ihr Gleichgewicht zu halten. Die wertvollen Dienste der Kohlendioxidumwandlung in Sauerstoff vergelten wir mit ordentlich großen Wunden, die zu schließen wir nicht als notwendig erachten. Die jeweils zugefügten Schäden haben häufig irgendwann das Fällen zur Folge, Brandholz wird ja immer gebraucht.

Angesichts der Baumverletzungen wäre es in manchen Fällen jedoch „humaner“ gewesen, die Säge am unteren Stammende anzusetzen!

Allen fünf Eifelgemeinden wünsche ich ein noch besseres Verständnis unseres Naturerbes und demzufolge ein Bewusstsein für sinnvolle Schutz- und Pflegemaßnahmen! Beste Grüße,

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