Alfred Lecerf und Publifin

Publifin-Bezüge

Zur Diskussion um die Publifin-Bezüge von Alfred Lecerf schreibt A-J Kessler aus Wezembek-Oppem:

Man kann dem Lontzener Bürgermeister Lecerf nur gratulieren zu seinem Entschluss, die unverständlichen Honorare von Publifin einem guten Zweck zu spenden. Dies geht auf jeden Fall weiter, als sich eben mal zu schämen und die Sache dann unter den Teppich kehren zu wollen mit der Bemerkung, er habe die Vergütung ja nicht mitbeschlossen … so wie andere Politiker – auch aus der DG – es zu tun pflegen. Und seine Erklärung, die Spenden würden integral karitativen Zwecken der Gemeinde zugutekommen, lässt uns hoffen, dass er später transparent hierüber Rechenschaft ablegt und so den Beweis erbringt, dass er tatsächlich gespendet hat.

Dies ginge auf jeden Fall deutlich weiter als die Haltung der Ecolo-Frau Claudia Niessen. Sie hatte auch bei ihrem Wechsel aus dem Senat ins Schöffenkollegium der Stadt Eupen mitgeteilt, dass in ihrem Fall eine hohe Abschiedsprämie aus dem Senat wohl unangemessen sei und sie den übergrößten Teil spenden werde. Aber wem sie spendet, hat sie nicht sagen wollen, und sie hat auch keine Beweise von Spenden vorgelegt. Es bleibt also der Gutgläubigkeit eines jeden überlassen, anzunehmen, dass Frau Niessen ihr Versprechen – ganz, größtenteils, teilweise oder gar nicht – eingelöst hat.

Und aufmerksame Leser des GrenzEcho dürften sich auch an die Polemik um die Abschiedsprämie von Louis Siquet erinnern. Ihm stand nach dem Ausscheiden aus dem Senat als 68-Jähriger wahrscheinlich eine Lohnfortzahlung von 22 Monaten zu (20 aus dem Senat und 2 aus dem PDG)! Die er dann auch noch mit der Entschädigung eines PDG-Mitglieds kumulieren durfte. Während die Abschiedsprämien aus den großen Parlamenten zur Anpassung an eine neue Arbeitssituation dienen sollten, sind sie im Falle von Parlamentariern im Pensionsalter völlig unverständlich.

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