A60 + deutsche Planungskunst

Verkehr

Zur Verkehrspolitik schreibt Hermann Langer aus Elsenborn:

Ja, ja unsere östlichen Nachbarn sind nicht zu übertreffen. Die A60 ist ein Beispiel von vielen. Wurde schon in den 1960/70er Jahren der Anschluss des Antwerpener Hafens mit dem Industriegebiet Rhein-Main als vorrangig geplant. Der Stand heute, nach fast 50 Jahren ist diese Verbindung auf deutscher Seite nicht fertiggestellt!

Hat man doch von Steinebrück bis Prüm die Erdarbeiten zum Anlegen der fälligen Spur schon gemacht. Nur durch die einmalige Planung hat man die Brücken nur halb ausgeführt. Man muss kein Ingenieur sein, um festzustellen, nur eine Halbe Brücke zu bauen, wird beim Ausbau zur vierspurigen Straße noch mal dasselbe kosten. Damals war alles vor Ort vorhanden, Maschinen, Arbeitskräfte, usw. Es wäre ein Klacks gewesen, die Brücken komplett zu erstellen. Doch nun wird es einen riesen Aufwand geben müssen. Dann zu den Zählungen, wenn man Jahrzehnte lang eine Lücke klaffen lässt, ist die Benutzung nicht groß, doch beim kompletten Ausbau wird man dann eines Besseren belehrt.

Noch ein paar Beispiele: Lücke auf der A1 bei Blankenheim, das Aachner Kreuz über 10 Jahre ein Nadelöhr, die Leverkusener Brücke, usw. Ein Träumchen deutscher Planung.

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