„Laune der Natur“ wie ein punkiger Jungbrunnen

Gewinnspiel

Köln. – Sie ließen sich lange Zeit, bis sie ihren Ballast abgeworfen hatten… Ganze fünf Jahre zogen in die Republik, ehe „Die Toten Hosen“ ihrem mittlerweile legendären Album „Ballast der Republik“ ein weiteres Studioalbum folgen ließen. Quasi als „Laune der Natur“, zugleich der Titel der Tour, die noch allein bis Jahresende über zwanzig Konzerte in Deutschland, Österreich und Schweiz vorsieht (ehe nächstes Jahr, nach einer langen Winterpause, ab Mai die Fortsetzung steigt).

Die „Laune der Nat(o)ur“ führt die Düsseldorfer Band auch ins nahe („feindliche“) Köln, wo „Die Toten Hosen“ Anfang Dezember auf der Bühne stehen. Innerhalb weniger Minuten waren Karten für den 5. Dezember in der LanxessArena „sold out“. Wer dabei kein Glück hatte, konnte sich jedoch freuen: „Die Toten Hosen“ legten umgehend nach und terminierten einen Tag später ein Zusatzkonzert. Das aber auch wiederum ausverkauft ist – wie übrigens alle Konzerte bis Ende des Jahres, hierunter gar zwei Gigs am 25./26. Dezember in der Dortmunder Westfalenhalle.

Sie sind zwar keine „angry young men“ mehr. Doch bei ihrer aktuellen Tour beweisen „Die Toten Hosen“ eindrücklich, dass sie vor großem Publikum nach wie vor bestehen können. „AC/DC“ und „Rolling Stones“ gelten als geprüftes Urgestein… – „Generation Grabstein“ raunen manche hinter vorgehaltener Hand. Aber ist Rock’n’Roll das Primat der Jugend? „Die Toten Hosen“, etwas ältere Brüder der Generation Golf, treten aktuell vor stets vollen Häusern zum Gegenbeweis an.

Was sofort auffällt: Die Männer sind deutlich in der Überzahl. Dass „Die Toten Hosen“ nicht von der Decke heruntergelassen werden wie kürzlich Helene Fischer, überrascht niemanden. Sie erscheinen dem Publikum auf konventionellem Weg, beidfüßig auf festem Boden – und das mal fünf. Die Band wird mit ohrenbetäubendem Lärm empfangen. „Seid ihr gut drauf?“ ruft Fußballfan und Frontmann Campino in die Menge. Eine rhetorische Frage. Zumal er selbst, als ausgewiesener Stehplatzfan, derzeit die sportlichen Erfolge „seiner“ Fortuna bejubeln kann, die nach bald fünf Jahren in der Zweitklassigkeit den Wiederaufstieg anstrebt.

Es seien Abende wie diese, für die „Tage wie diese“ geschrieben wurde, ruft Sänger Campino zum Finale ins Mikrofon. Und wenn er im Konfettiregen kurz vor Mitternacht – nach zuvor allen Hymnen von „Alex“ bis „Jägermeister“ – endlich diesen Song anstimmt, kocht die Stimmung regelrecht über.

Übrigens… Von Gesang kann bei „Die Toten Hosen“ eigentlich nur bei den spärlichen Balladen die Rede sein. Die schnellen, punkigen Stücke sind Schlachtgesänge, die gebrüllt werden von einem Kerl mit rauer Schale und weichem Kern. Von einem, der „Kein Bock auf Nazis“ hat und sich mit seiner Band seit Jahren politisch gegen Rechts engagiert. Fit im Kopf wie im Schritt!

Bis Mai diesen Jahres veröffentlichte die Band sechzehn Studioalben, sechs Konzertalben und sieben Sampler. Vor allem „Ballast der Republik“ war ein Megaseller, es hagelte Edelmetallauszeichnungen, es war die achte Nummer Eins der Band seit 1990. Und die „Krach der Republik“-Tournee gehörte zu den größten, die Deutschland je gesehen hat. Doch auch „Laune der Natur“ schoss vom Start weg nach ganz oben.

Zu Gast bei „Die Toten Hosen“ in der LanxessArena am Mittwoch, 6. Dezember, können auch zehn GE-Leser sein. In bewährtem Partnership mit dem Management der LanxessArena verlosen wir fünf mal zwei Tickets im Wert von 49,00 €. Voraussetzung ist die richtige Antwort auf folgende Frage: Seit 1996 produzieren „Die Toten Hosen“ ihre Alben beim Label „JKP“. Wofür stehen diese drei Buchstaben?

Antworten unter Stichwort „Hosen“ bis Dienstag, 21. November, per Mail an gewinnspiele@grenzecho.be oder per Post an GrenzEcho, Marktplatz 8, 4700 Eupen oder (bitte unbedingt einen telefonischen Kontakt angeben).

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte beachten Sie unsere Netiquette, wenn Sie den Artikel kommentieren möchten.